Re: auch Test

Geschrieben von Faultier am 13.05.2006 20:12:00:

>>>Die Steuermehreinnahmen, die von allen Instituten errechnet wurden sind wohl kaum eine Medienente.
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>Wenn man die Mehrwertsteuer um fast 20% erhöht, dürften schon ein paar Steuern mehr hereinkommen. Steuererhöhungen als Aufschwung zu verkaufen ist dann allerdings recht frech.


>Die Umsatzsteuer wurde um 3 % erhöht, nicht um fast 20 % und liegt derzeit im europäischen Vergleich auf einem Mittelplatz. Die 3 % Erhöhung und die Mehreinnahmen an Steuern stehen ja in keinem Verhältnis.
>Abgesehen davon berichten doch immer alle über Lohndumping und geschwächte Binnennachfrage, dann müssten ja die EInnahmen aus der Umsatzsteuer sogar noch zurückgegangen sein.

Eine noch größere Steuererhöhung, nämlich um 75% gab es bei der Anhebung der Grunderwerbssteuer, die ist von 2% auf 3,5% angehoben worden. Die Anhebung liegt bei 1,5%-Punkten. Die Steuermehreinahme beträgt 75%.
Die Mwst-Einnahme ist eben auch um 18,75% angehoben.
Prozentrechnung sollte man beherrschen. Die meisten Menschen können es nicht. Prozentrechnung benötigt immer eine Bezugsbasis, die 100% sind, mehr muß man gar nicht wissen.
Sind 16 = 100% dann ist die Anhebung auf 19 = 18,75%.
Aus der Sicht des Warenpreises ist die Anhebung 3%, vorher von 100 auf 116 und nachher von 100 auf 119. Hier ist eine andere Basis mit 100% gesetzt.
Aus der Sicht des Netto-Preises ist die Anhebung 3%.
Von 116 auf 119 sind es 2,59%. Aus Endverbrauchersicht haben sich die Preise bei voller Weitergabe um 2,59% erhöht. Hier ist die Bezugsbasis die 116.
Und noch einer drauf: Der Bruttopreis (mit 19% Mwst inclusive) enthält 15,975% Mwst-Anteil. Hier ist die Bezugsbasis(=100%) der Endpreis.
Gruß Axel



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