Es wird vielleicht knapp, Kinder.

Geschrieben von Oldy am 20.01.2007 05:38:00:

Sollte die große Krise wirklich schon 2007 beginnen, müssen wir uns mit den Gogos beeilen. In so einer Krise brauchen wir auch kein Verbot befürchten. Was ich befürchte, ist, daß auch zu viele Demokraten in Amerika für Krieg sind und so ein Krieg kann dann die Krise verschieben.
Die Moslems erwarten das Erscheinen des Mahdi ja auch schon für 2007. Da würde wohl der Teufel los sein. Und die haben eine Vorstellung, wie dann der Handel ohne Geld funktionieren wird, daß die wirtschaftliche Katastrophe gigantisch sein wird.

Sind das Freiwirte?
Eigenartigerweise wird besonders von Bankern, Buchhaltern und Geldreformern die Bedeutung von Bargeld so grob unterschätzt, weil keiner dieser Leute jemals einen Blick auf den Banknotenausweis tut. Wenn das Bargeld so überflüssig ist, warum wurde es seit 1940 in allen Ländern laufend gewaltig vermehrt? Man braucht es doch angeblich nicht mehr. Nur Drogenhändler und Schwarzhändler verwenden es.
Halt! Heißt das, wenn doch das Bargeld immer mehr wird, daß diese Wirtschaftszweige an Bedeutung gewinnen?
Geht es vielleicht in Afghanistan gar nicht um die Ölpipeline sondern um die Poppypipeline? Die produzierten doch dort 70 % der Welternte von Mohn für Drogen?
Ist es schon so weit wie im alten Rom, wo man der Bevölkerung Brot und Spiele gab. Genügt das heute nicht mehr? Müssen es heute Drogen sein? Werden übrigens die kommenden Besatzungstruppen in Afghanistan den Drogen widerstehen können, die sie dort sicher billig bekommen werden? Oder werden dann manche ihre moderne Ausrüstung dafür verlieren um ihre Sucht zu befriedigen?
Wird den Leuten mit solchen Vorwänden wie Drogen- Schwarzhandel- und Mafiageld das Bargeld mies gemacht, damit sie sich gläserne Brieftaschen verpassen lassen und sich nicht mehr dagegen wehren können, wenn man ihnen statt 55 % Staatsanteil 75 % oder mehr abnehmen wird?
Haben sie Angst, daß sie nicht verhindern können , daß Leute eigenes stabiles Bargeld machen werden, wenn sie wieder einmal versuchen eine Deflation zu veranstalten, wo ihr Bargeld vom Markt verschwindet? Wenn es kein Bargeld mehr gäbe, bräuchten sie das nicht mehr zu befürchten, nicht wahr?
Sollte das unsere letzte Chance für ehrliches Bargeld sein solange es noch eines außerhalb des Drogen- und Schwarzhandels gibt? Was sollen wir eigentlich von den Geldreformen halten, die auch das Bargeld abschaffen wollen? Sind sie vielleicht Agenten, des großen Bruders? Ich glaube das nur deshalb nicht, weil ich nicht an den großen Bruder glaube, aber nach ihren Handlungen, oder besser gesagt an dem, wie sie praktische Handlungsversuche anderer zu torpedieren oder lächerlich zu machen versuchen oder als Neonazyinitiativen verleumden, könnten sie es genau so gut sein.
Ist Helmut Creutz ein Dorn in ihren Augen, weil er eisern an der Umlaufsicherung festhält, die einer der zwei Kernpunkte der Geldreform Gesells ist?
Kaufkraftstabilität und Umlaufsicherung sind die unabdingbaren Grundlagen und beide vertreten diese angeblichen Anhänger Gesells schon lange nicht mehr. Leichte Inflation als Umlaufsicherung ist für sie in bester Ordnung und damit haben sie die beiden wesentlichsten Anliegen Gesells verraten.
Stabile Währung und Gleichstellung von Waren und Geld. Eigentlich sollte ich diesen Leuten dankbar sein. Sie haben mich dazu gebracht die Gogos zu entwickeln. Nachdem mir alle gesagt haben, daß ein Geld wie Wörgl heute nicht mehr funktionieren würde, weil das Buchgeld so ein Geld ersetzen würde und als sie Gesell nachsagten, daß er das nicht bedacht hat, wurde mir dieser Negativismus zu dumm.
Ich entwickelte Ablaufgeld, V 80 (Verrechnungseinheit 1980) und die Gogos. Dann redete ich nicht mehr mit diesen Leuten sondern mit Kaufleuten und fand, daß ich mit meinen Vorschlägen offene Türen einrannte und vielen Leuten, auch Wirtschaftswissenschaftlern und jungen Aktivisten damit das Rüstzeug gab, das Geldwesen wirklich zu verstehen.
Wer die Wirkungsweise der Gogos erkennt, kann selbst als verbildeter Wirtschaftswissenschaftler erkennen, daß sie ein Tauschmittel mit einer velocity control sind.
Nun sind die Gogos schon gedruckt und die ersten sind im Umlauf und in anderen Gebieten werden sie es auch bald sein. Gerade habe ich die ersten 4,500 Euro wert für ein deutsches Experiment geliefert. Gogoaktivisten haben sich in Ländern gefunden, wie Japan, Ost Timor und Kenya und das alles obwohl die Gogos vor etwas mehr als einem halben Jahr noch nicht einmal erfunden waren.
Jedenfalls habe ich Spaß mit meinen Gogos und kann mir ersparen mit Leuten herumzustreiten, die nie etwas bewegen werden und mich dabei womöglich noch zu ärgern.
Nächste Woche werde ich mit praktischer Arbeit in Kanada weiter machen und hoffe mindestens 1,000 Gogos bis Weihnachten in Umlauf zu haben. Bis dahin habe ich hoffentlich auch die weiteren Zahlen für V 80 von meinen Wirtschaftswissenschaftlern, damit sie auch für weitere Gogoexperimente zur Verfügung sind. Ich habe es nicht so eilig, die noch selber heraus zu suchen. Für irgend etwas sollen die Wissenschaftler doch auch gut sein.
Mir genügen die kanadischen Zahlen und für die Gogos als lokales Geld reichen die auch. Wem eine bloße Umrechnung mit dem offiziellen Wechselkurs nicht genügt, der kann sich genauere Zahlen bei denen die fehlende Kaufkraftparität berücksichtigt wird, selber zusammensuchen. Mein Professor der Währungswissenschaften fand auch, daß die offiziellen Zahlen ausreichend genau für ein lokales Geld und auch für mehrere lokale Gelder seien. Für die kanadischen Gogos genügt der Wechselkurs zum kanadischen und US Dollar.
Mir macht es jedenfalls viel mehr Spaß praktisch etwas zu bewegen. Die Theorie des Ablaufgeldes, von V 80 und den Gogos habe ich für meinen Bedarf schon genügend ausgearbeitet und da die ganzen Buchgeldleute ohnehin an die Bedeutungslosigkeit des Bargeldes glauben, sehe ich keine Ursache ihnen die Grundlagen des Gogobargeldes zu erklären.
Sollen sie selber einmal nachrechnen, welche Auswirkungen die 5,000 Schilling Wörgler Bargeld hatten. Die Praxis wird dann zeigen welche Auswirkungen die Gogos in Kanada haben werden. Hoffentlich werden sie es auch in Deutschland zeigen können. Fast 5,000 sind schon dort für den Anfang. Das reicht für ein Wörgl. Nachgeliefert können sie bei Bedarf sehr schnell werden.
Das habe ich ganz am Anfang der Gogos geschrieben und damals war ich noch sehr optimistisch für einen schnellen Durchbruch. Aus der ersten Gogoinitiative in Magdeburg wurde dann überhaupt nichts und auch die Gogos in Grand Forks wurden zum Flop. Von den vielen deutschen Initiativen waren nur wenige auf Gogobasis und brachten auch keinen Durchbruch. Wir lernten aber aus unseren Fehlern und das Gogosystem wird laufend weiter entwickelt und verbessert.
Beim Gießener Justus lief es auch nicht richtig, obwohl der auf Gogobasis war aber hier wissen wir nun auch warum. Momentan sind die Gogo-Volmetaler in Hagen und Rheingold am weitesten, aber es sind auch schon einige andere Initiativen in den Startlöchern, die von ihnen lernen.
Wir lernen auch, was wir nicht tun sollen von anderen erfolglosen Initiativen. Davon gibt es eine Menge. Letzten Endes waren auch Wära und Wörgl in der Weltwirtschaftskrise nicht erfolgreich, weil sie verboten werden konnten,obwohl sie lokal phantastisch funktionierten.
Falls es jetzt, wie die Leute aus meinem letzten Beitrag schon für 2007 voraus sagen zur wirklich großen Weltwirtschaftskrise kommt , könnten wir einem Verbot entgehen, weil ja auch die Regierungen Gogos brauchen werden. Wir müssen sie nur schon inUmlauf haben und das tun wir ja auch schon.



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