Re: 2007 - Jahr der Depression wie 1929

Geschrieben von Francisco d-Anconia am 22.01.2007 21:42:00:

>Sehr geehrter Hr. Francisco,
>ich kenne das Werk des Hr. Prof. Mises nicht, denke jedoch, dass es sich um eine wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung handelt und habe die Datei deshalb abgespeichert um sie bei Gelegenheit mal zumindest in Fragmenten zu studieren. Wobei ich sagen muss,
>Mir ist Freigeld weniger von der Theorie her suspekt, sondern schlicht deshalb, weil mir noch KEINER hier, auch auf vermehrtes Nachfragen, die Vorteile so erläutern konnte, dass sie für rationalen Verstand nachvollziehbar waren. Systemschwächen zu diagnostizieren ist das eine, sicher richtig, aber den Bogen zum "Freigeld" zu schlagen als Wundermittel, ist für mich schlichtweg glatter Unfug und Zeitverschwendung.
>Vielleicht noch grundsätzlich zu Mises oder seinen Schülern z. B. Hayek oder auch Rothbard: im Gegensatz zu vielen heutzutage verwandten diese Leute tatsächlich einen Großteil ihres Tages für die Ausarbeitung kausal stimmiger Gedankengänge, und das fast ein Leben lang. Dass da auch mal vielleicht das eine oder andere nicht richtig war, stellt den Prozess an sich nicht in Frage.
>Mit Dank.
>Gastronom

llllllllllllllllllllllll

Sehr geehrter Herr Gastronom
Silvio Gesell entwickelte seine Ideen zur Zeit eines exogenen Geldsystems. Damals hatten diese Ideen noch eine gewisse Berechtigung. In unserer Zeit eines endogenen Geldsystems, in dem die Geschäftsbanken Geld schöpfen können (im Rahmen des fractional reserve banking) ist ein Umlaufsicherung total obsolet. Die Zeit ist also über das Freigeld hinweggegangen; die Freigeldjünger haben es nur noch nicht bemerkt. :-)
Herr Mensching hat es recht gut dargestellt: http://www.systemfehler.de/z-147-33-39.pdf
Gruß
FdA



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