Re: worum es geht - wer das nicht begreift kommt in die Residenz

Geschrieben von Gastronom am 24.01.2007 22:47:00:

Sehr geehrter Hr. Francisco,
es freut mich zuallererst, dass das Faultier die Initiative übernommen hat, wieder mal auf den eigentlich sinnvollen Diskussionsgegenstand hinzulenken, nämlich die Vermögens- und damit Existenzsicherung.
Wie ich es von Ihnen als Fachmann nicht anders erwartet habe, trafen Sie die richtigen Folgerungen auf Basis fundierter Analyse. Speziell der Hinweis, dass Liquidität wichtiger ist heutzutage als Wachstum, ist ein Faktum, das viele ignorieren. Zudem ist es ethisch wertvoll, da es die Freiheit über den Zins stellt (bzw. die Rendite). Das sollte heute jedem jungen Menschen, der sein teuer verdientes und hoch versteuertes Geld in Kapital-Lebensversicherungen steckt mit 45 Jahren Laufzeit, unter die Nase gehalten werden (Anm.: selbst diese archaische Form der Geldanlage ist angesichts des völligen Verlustes der Beziehung zum Geld in weiten Kreisen der heutigen Bevölkerung nicht ohne Berechtigung, da die darin eingesparten Gelder zumindest nicht mehr in überteuerte Auto-Leasingraten oder Bargetränken verprasst werden können und zu einem späteren Zeitpunkt dann dem vielleicht Einsichtigeren zum Vermögensaufbau wieder zur Verfügung stehen, zwar ohne Gewinn, aber immerhin).
Ich für meinen Teil habe immer so gehandelt, bereits früher, was mich viele hochkarätige Renditechancen an unterbewerteten Aktien-Unternehmen (z. B. Bayer zu Beginn des Irak-Krieges, o. ä.) kostete, mir aber trotzdem erlaubte, mit Eigenleistung, kostenbewusster Planung und Entschlossenheit nur mit Eigenkapital eine selbstgenutzte Immobilie mit ansprechender Ausstattung zu errichten. Hier standen Sicherheit und Liquidität + Eigenkapital der Chance des Wachstums entgegen, da das strategische Risiko zu hoch war, und das Ziel auch ohne riskantes oder langwieriges Wachstum erreicht werden konnte. Immobilien zum Vermieten kommen heute für mich nicht mehr in Frage, auch nicht solche zum Weiterverkauf, da hier nicht mal die Kosten gedeckt sind, geschweige denn ein Gewinn drin ist (ich erinnere nur an Maklerprovision, Grunderwerbssteuer, Notargebühr, etc.).
Für die Zukunft bleiben dem bewussten Anleger nur Substanzaktien über, wobei hier für mich das Dreieck Eigenkapital - Ertragssituation/Dividende - Geschäftsmodell/Marktpositionierung bestimmend bleibt, natürlich neben einer notwendigen kritischen Größe. Hier kann ich konservativ nur auf ausgesuchte schweizer Werte, z. B. Novartis, Roche, oder Nestle, bzw. BASF in Deutschland verweisen, auch die Lufthansa ist nicht übel, selbst die dumme Dt. Telekom, wenn es kein Staatsbetrieb wäre, könnte empfohlen werden, für einen Horizont von 5 Jahren. Frz. o. ä. Konzerne sind aufgrund Staatsverflechtung und Intransparenz nicht zu empfehlen, und in USA sehe ich auch nichts, was besser sein könnte als ausgesuchte Unternehmen hierzulande. Von Börsen wie Russland, China oder Vietnam sollte jeder, der das Geld mal brauchen könnte, die Finger lassen.
Denkt heute der
Gastronom


>
>M. E. sehen Sie das vollkommen richtig.
>Bloß keine Verbindlichkeiten haben und alle Vermögenswerte nach den Gesichtspunkten
>1. Sicherheit
>2. Liquidität
>3. Wachstum
>diversifizieren.
>In unserer Zeit kommt (im Gegensatz zu früheren Jahren) der Liquidität größere Bedeutung zu als dem Wachstum (das aber natürlich nicht vernachlässigt werden darf.
>Immobilien (da ist man immobil) scheiden daher für mich (ausgenommen eigenes Wohnhaus) total aus. Die wohnwirtschaftliche Nutzung von Immobilen ist zu stark reguliert, die gewerbliche Nutzung bei oftmals großen Leerständen problematisch, wenn nicht gerade eine 1a-Lage gegeben ist.
>Investitionsmedium Nr. 1 sind für mich unterbewertete Aktien (value-investing - nicht growth-investing) bestens fundierter Geselschaften mit großem free float und Verbiundlichkeiten nicht über 50 %.
>FdA



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