Re: Vermögenssicherung nur mit echten Sachwerten möglich

Geschrieben von blue_bear am 26.01.2007 00:40:00:

>Ich möchte Ihren Aussagen doch widersprechen, einfach aus prinzipieller Natur heraus. Wer Silber oder Edelmetalle aus dem Aspekt der Vermögenssicherung heraus betrachtet, der sollte Wert legen auf unmittelbare Verfügbarkeit, d. h. physische Anlagen. Diese sind wie bekannt natürlich mit sehr hohen Nebenkosten beim Erwerb behaftet, so dass erst ab 100% Kurssteigerung die Basisausgaben wieder gedeckt sind. Wer solche Dinge kauft, tut es, weil er ein paar Euro übrig hat (wie ich mir ein paar Münzen und Barren zugelegt habe), für den Fall der Fälle, dass tatsächlich in Form einer Hyperinflation nur mehr Edelmetalle als Werterhalt übrig bleiben sollten. Dies ist jedoch nur zu verstehen als Form einer Versicherung und somit als Vermögenssicherung im klassischen Sinn, jedoch kleinen Rahmen.
>Die Zertifikate sind ein Widerspruch an sich. Erstens wälzen die Emittenten ihre Nebenkosten ab, was die Schere über das Jahr gesehen zwischen Basiswert und Zertifikat immer weiter aufgehen lässt, dass nach ca. 5 Jahren bereits die physische Anlage trotz Nebenkosten (ich rede hier vom Silber, beim Gold verbieten sich Zertifikate aufgrund der relativ geringen Geld-Briefkursdifferenz und der fehlenden MwSt. für mich ohnehin) besser abschneidet. Und Papier in Kombination mit Sicherheit, das ist ohnehin ein Paradoxon.
>Wer hier wirklich mitmischen will, kann entsprechende Optionsscheine kaufen, als Spekulation. Oder als Vermögenssicherung Substanzwerte z. B. Schweizer Unternehmen, aber doch kein Papier. Auch Aktienzertifikate stellen im Prinzip nur einen Hebel zur Gewinnmaximierung seitens des Emittenten dar, dem Endanleger bringen sie weder maximalen Gewinn noch Sicherheit.
>Gastronom
_____________________________

Ja, dies kann ich aus meiner Sicht voll unterschreiben.
Edelmetalle werden im Falle einer handfesten Krise mit hoher Wahrscheinlichkeit
die wertbeständigste Anlageklasse sein.
Dies ist wie geschrieben als eine Versicherung anzusehen, die dann greift, wenn
die elementarsten Erungenschaften der Zivilisation und des friedlichen Miteinander großflächig in Frage stehen.
Ich muss sagen, dass ich hoffe, diesen Zustand nicht erleben zu müssen, also
wäre ich nicht unzufrieden, wenn ich am Ende meines Lebens sagen müsste, dass
die Anlage in Edelmetall bzgl. der Wertentwicklung die schlechteste war.
Viele Grüße,
blue-bear



Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen