Gogos und Arbeitnehmer: Ein bißchen Ausbeutung muß schon sein...

Geschrieben von Hardy, der Student am 27.01.2007 10:17:00:

Hallo Oldy!
Das ist ja Pech, daß Du so eine ideenlose Truppe hast. Dann ist wirklich nicht viel zu machen. Ich hatte angenommen, die dreißig wären engagierter bei der Sache.

>Was Deinen Vorschlag mit den Arbeitnehmern angeht, kannst Du auch als Arbeitnehmer an einem Einkaufsbummel mitmachen und dabei Rheingold in Umlauf bringen. Dein Vorteil dabei ist, daß Du bei Rheingoldern für den halben Preis einkaufen kannst. Sie werden Dir zwar kaum Arbeit anbieten. Da mußt schon Du selber danach fragen.
Interessanter Punkt, ist das eine Art Werbeaktion der Teilnehmer, daß die die Rheingold-Scheine für fünfzig Prozent abgeben?
Oder kommen da zusätzliche Scheine in Umlauf? Falls ja, durch welchen Unternehmer sind die "gedeckt", bzw. wer ist der Emittent?
Das Einstellen von Arbeitnehmern ist doch mit das A und O beim Unternehmertum, Oldy. Das ist doch im ureigensten Interesse eines Unternehmers. Selbstverständlich muß der Unternehmer dafür sorgen, daß die erstellten Produkte dann auch zu angemessenen Preisen gekauft werden. Wo soll denn der Gewinn herkommen, wenn nicht durch Beschäftigung von Arbeitnehmern?
Kürzlich hast Du geschrieben, daß Du als Rheingold-Emittent bei Deinem eventuellen Deutschlandbesuch Wein einkaufen möchtest.
Ja, und was dann? Selber auspicheln? Dann süffelst Du auf Kredit, Du handelst Dir doch dabei Schulden ein.
So würde es richtig funktionieren:
Du beschäftigst einen Angestellten, der stellt auf Deinem Grundstück Wein her. Wir nehmen mal an, Du hättest alle Zutaten. So, jetzt mußt Du noch kalkulieren, welchen Preis Du für den produzierten Wein ansetzen mußt. Wir nehmen auch hier wieder den ganz kurzen Dienstweg und machen Deinen Angestellten zu Deinem Kunden, der den Wein mit seinem Gehalt kauft.
So, da Du ja entsprechend kalkuliert hattest, bleiben ein paar Flaschen Wein übrig, Du hast außerdem den von Dir ausgezahlten Lohn wieder in Deinem Portemonnaie. Siehst Du, und diese übriggebliebenen Flaschen Wein, die kannst Du jetzt ungeniert genießen, die sind Dein Gewinn. Die schlürfst Du, ohne hinterher mit Schulden dazustehen.
Dann beginnt das Spiel von vorn.
Ein bißchen Ausbeutung muß schon sein, sonst ist die Sache witzlos. ;)

>Was erwartest Du eigentlich von mir? Soll ich allen Leuten mit zwei linken Händen, die nicht wirklich arbeiten wollen auch noch Arbeit sofort vermitteln, bevor die Gogos überhaupt umlaufen? Schaue ich so aus, als ob ich so ein Wohltäter bin?
Was hat das mit Wohltaten zu tun? Unternehmer sind die reinsten Wohltäter?
Quack, es ist im ureigensten Interesse eines Unternehmers, Mitarbeiter einzustellen. Möglichst welche mit zwei rechten Händen. ;)
Was willst Du denn immer warten, bis die Gogos umlaufen? Setze sie selber in Umlauf.
Ok, verstehe mich bitte nicht falsch, selbstverständlich bist Du nicht mehr der jüngste. Ohne Mitstreiter wird das wohl nicht mehr klappen. Das ist mir schon klar.

>Du siehst ja anscheinend ein, daß auch ein Arbeitnehmer eine konkurrenzfähige Leistung anbieten muß und regionale Gogos können ihm dabei helfen, daß er es nicht zu Kulilöhnen muß, aber von alleine geht das auch nicht.
Völlig unstrittig, konkurrenzfähig muß die Angelegenheit sein. Da trifft einen auch voll die Breitseite der Monopolisten. Die fahren eine Produktivität auf, da ist schwerlich gegen anzukommen. Aber in Nischen könnte es klappen, und dann würde sich im Experiment zeigen, wo die Schwachstellen des Konzeptes sind.
Ganz klar, daß man auf erhebliche Probleme stößt, selbst dann, wenn der Staat nicht aufmuckt.
Lieben Gruß und beste Gesundheit
Hardy



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