Re: Erfahrungen mit A-W_D

Geschrieben von Oldy am 29.01.2007 03:33:00:

>Hallo zusammen.
>Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum obwohl ich schon längere Zeit mitlese.
>Nachdem hier vor Kurzem die Frage nach Erfahrungen mit dem Fianzdienstleister A-W_D
>gestellt wurde und ich dazu eine Menge beitragen kann, fühle ich mich nun berufen
>auch mal zu schreiben.
>Ich habe mich bis vor knapp über 2 Jahren einige Zeit von A-W_D beraten lassen.
>Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, daß AWD ein Flächenvertrieb ist.
>D.h. es wird keine Beratung verkauft sondern "Produkte"!
>Über Flächenvertriebe kann man einiges durch Suche in Suchmaschinen in Erfahrung
>bringen. AWD nennt sich unabhängiger Finanzberater, was aber nur theoretisch stimmt!
>Natürlich sind die AWD-Berater keiner Bank oder Versicherung zugehörig. Aber wer
>nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, wird schnell bemerken, dass die Berater von
>den ca. 50 für die erste Finanzberatung und den Finanzplan unmöglich leben können.
>Die Berater sind also praktisch auf Gedeih und Verderb von Provisionen abhängig.
>Diese erhalten Sie von den Versicherungskonzernen. Und da verkauft man natürlich
>am Liebsten das, was die höchste Provision einbringt!
>Leider existiert das Forum www.awd-aussteiger.de nicht mehr.
>Darin berichteten ehemalige AWD-Mitarbeiter und tauschten Erfahrungen aus.
>Natürlich mußte AWD das Forum ein Dorn im Auge sein und die Betreiber waren die
>Rechtsstreits wohl irgendwann müde. Tatsache ist, dass eine ganze Reihe ehemaliger
>Mitarbeiter Klage gegen AWD geführt hat, teils erfolgreich.
>Nach dem was ich gelesen habe, scheint das Ganze Ähnlichkeiten mit einem
>Schneeballsystem zu haben. Die Berater, die wirklich zum Kunden gehen, müssen
>einen Teil der Provision nach oben abdrücken. Nicht wenige der Berater verlassen
>den Verein wieder mit teils erheblichen Schulden.
>Auffällig ist auch, daß die Berater in manchen Bereichen wenig geneigt sind zu
>beraten. Oder anderes ausgedrückt: dort, wo sie nichts verdienen können, möchten
>sie auch nicht beraten. Beispielsweise bei Aktien.
>Dann werden Empfehlungen gegeben, die böse nach hinten los gehen können.
>Z.B. habe ich es selbst erlebt, wie Berater zur Rentenabsicherung über Schiffs-
>beteiligungen nachdenken. Nach allem was ich gelesen habe, teils auch von ehem.
>Mitarbeitern, sind Schiffsbeteiligungen durchaus riskant!
>Im ersten Gespräch nimmt ein A-W_D Berater die Finanzlage des Kunden auf.
>Ausgaben, Einnahmen, Geldvermögen, Versicherungsstand. In den nächsten Gesprächen
>geht es darum Versicherungslücken zu schliessen und durch vermeindlich günstigere
>Versicherungen Geld zu sparen. Sehr sehr auffällig an dieser Stelle ist, dass nie
>ein Wort über Rechtsschutzversicherungen fällt! Nach meinen persönlichen Erfahrungen
>kann es sehr wichtig werden, eine Rechtsschutzversicherung zu besitzen.
>Der Grund warum A-W_D nicht zu einer Rechtsschutzversicherung rät ist, dass ein
>möglicher Weise geschädigter A-W_D-Kunde ohne diesen Schutz schlecht gegen A-W_D
>klagen kann. So jedenfalls sagen es Ex-A-W_D-Mitarbeiter.
>Nun, über diese Beratungbin ich auch in der privaten Krankenversicherung gelandet.
>Natürlich wurde mir nicht gesagt, daß die PKVs jährlich die Beiträge steigern und
>in welcher Höhe. Ich versuche jetzt von der empfohlenen DKV weg zur HUK zu wechseln,
>was leider zum Jahreswechsel nicht ganz geklappt hat und jetzt erst wieder zum
>01.01.08 möglich ist. Hätte ich damals mal PVK-Versicherungsvergleiche gelesen,
>hätte ich gewusst, das DKV nicht so gut abschneidet.
>Mein Fazit ist, dass A-W_D mir nicht weitergeholfen hat!
>Die Empfehlungen des A-W_D zu Versicherungen kann ich genauso in den diversen
>Fachmagazinen nachlesen. Die Analysen des Finanzplans kann man im Wesentlichen
>auch mit Lexwares Quicken, o.ä., erhalten. Eine gute und unabhängige Finanzberatung
>erhält man bei A-W_D auf jeden Fall nicht!
>Wie das bei MLP ist, weiß ich nicht, würde mich aber interessieren.
>Auffallend finde ich, dass MLP im Vergleich zu A-W_D kaum Werbung macht.
>Wer im Finanzbereich gut und unabhängig beraten sein will, muß sich entweder selbst
>informieren (was natürlich zeitaufwendig ist) oder zu einem wirklich unabhängigen
>Finanzberater gehen.
>In Kürze werde ich darüber berichten, wie ich mich nach einer ominösen "Immobilenberatung
>zur Rentenabsicherung" vom A-W_D im Streit abgewendet habe. Dabei werde ich einiges über
>dubiose Firmenwechsel diverser Personen und Verstrickungen diverser Firmen mit dem A-W_D,
>bis hin zu einer Anwaltskanzlei, berichten können. Ich war damals kurz davor die Presse
>und einen ehem. Generalbundesanwalt in dieser Sache einzuschalten!
>Zur Einstimmung empfehle ich folgende Links:
>Ausgenommen Wie private Anlagevermittler selbst arm werden (A-W_D!)
>http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_archiv.asp?aid=259
>Bezüglich Immobilienbetrug (solche Dinge geschehen wohl auch heute noch):
>http://www.ivb1.de/im/loesung01.htm
>http://www.ivb1.de/im/med/fr01.htm
>Wie BHW-Sparer um versprochene Zinsen gebracht werden und Vermittler dafür mehrfach Provisionen kassieren:
>http://www.sr-online.de/statisch/Programm/Fernsehen/ARD/Plusminus/20040330/thema05.html
>Die BHW wird im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen!
>
>Grüße vom,
>Urknall

Oldy $$$
Willkommen Urknall.
Das ist ein sehr guter Beitrag und sicherlich für manche ein vermögensrettender.Ich lasse ihn daher ganz stehen.In meier Jugend war ich einmal auch Versicherungsvertreter und weiß daher, was da gespielt wird. Ich wollte ass nicht ein Leben lang machen und verzichtete daher auf die übliche Folgeprovision von 7%. Dafür handelte ichmir eine Auftragsprovision von 65% heraus.
Kurze Zeit war ich dabei auch sehr tüchtig. (solange ich glaubte, daß ich ihnen eine billige Sicherheit bei Unfällen verkaufte) Als ich nach Jahren ein Zeugnis für meinen Befähigungsnachweis als Handelsagent brauchte und deshalb zur Versicerunggesellscaft ging, wollte mich der Direktor (es war noch derselbe) unbedingt wieder heuern zu denselben Bedingungen. Vielleicht hätte ich ihn auch auf 70% hinauftreiben können.
Was bedeutet das aber? Die Versicherungsgesellschaften können anscheinend mit den 30 verbleibenden Prozenten Paläste bauen und einen Beamtenappeat erhalten mit hohen Managergehältern und was bleibt da für die Versicherten? 5%? oder weniger?
Ich habe jedenfalls dankend abgelehnt und mich lieber mit 5% Provision als Handelsagent für eine Uhren und Schmuckfirma begnügt. Ich schuf mir damit einen Kundenstock und lernte auch viele Lieferanten kennen. Als ich dann die Gelegenheit durch den Abgang vom Goldstandard 1971 sah, machte ich mich ohne Eigenkapital als Schmuckgroßhändler selbständig.
Endresultat: 1978 begann ich abzuverkaufen und war 1980 schon in Canada und lebte dort mit meiner Frau ohne arbeiten zu müssen. Und wir machten nette Reisen durch Nordamerika und Mexiko mit unseren Motorhome. Ich hatte damals auch brav Steuern und Pensionsbeiträge bezahlt und bekomme daher noch jetzt eine recht passable Pension.
Viel ist von meinen Ersparnissen nicht übrig geblieben nach dieser langen Zeit, aber ich bin ein frugaler Mensch und habe wenig materielle Bedürfnisse.
Zugang zum Internet, ein warmes Haus, genug zum Essen und Trinken!!! reicht mir schon. Ja und im Krankheitsfall erstklassige ärztliche Betreuung und die habe ich ja auch. Gleich von drei bis vier Ärzten und angeschlossenem Spital und Krankenschwestern. In drei Minuten erreichbar.
Wer von euch hat das wohl? Meiner Enkelin reichte das anscheinend nicht und sie hauten wieder ab. Nun, das ist deren Kaffee, nicht meiner. Grand Forks, in das sich meine Frau vor etwa 9 Jahren verliebte, haben sie jedenfalls keine Chance gegeben. Ich bin jedenfalls eine Erfahrung reicher und etwas Geld wahrscheinlich ärmer.



Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen