Re: Beratungsstrategie für Kleine Geldbeutel. Ein kleiner Schritt nach vorn

Geschrieben von rkoenig am 30.01.2007 13:09:00:

>## Eine kostenlose Versicherungs-/Finanzberatung kann nichts taugen, da die Berater gezwungen sind Provisionsmaximierung zu betreiben! ##
>Das ist richtig und habe ich auch so geschrieben, sollte man aber trotzdem immer vor Augen haben und akzeptieren.
Hallo eisenherz,
das wollte ich auch nur mal so als allgemeine Warnung in die Runde geworfen haben, da ich mit diversen kostenlosen "Finanzberatern" auch schon umfangreiche Erfahrungen gesammelt habe. Mittlerweile halte ich überhaupt nichts mehr davon. Den Empfehlungen folgend hat sich hinterher immer herausgestellt, dass z.B. die Versicherung oder Immobilie zu teuer war oder der empfohlene Fond sich als Underperformer herausgestellt hat. Irgendwann ist mir dann aufgegangen, dass Provisionsmaximierung immer wichtiger ist als eine ordentliche Beratung! Meine Ausführungen vom Vorposting waren die Konsequenz daraus.
>## Für Kleinsparer gibt es Vermögensverwaltungsfonds. ##
>So sehe ich das auch, nur holt uns beide hier die gleiche Frage ein, woran erkenne ich einen gut geführten Fond? Ich will es nicht auf die Spitze treiben, denn dann wird es langweilig. Eine gewisse Risikolücke beim Anvertrauen seiner Ersparnisse an eine Fondverwaltung, bei einer sonstigen Finanzberatung, die akzeptiere ich und sollte jeder andere ebenso einkalkulieren.
>Nur mal an den letzten Beratungen gemessen, die ich erdulden musste, eine Lebeversicherung steht zu Auszahlung bereit, das war so ätzend, wie selbst ich mit meinem kritischen Halbwissen, die Gebühren- und Provisionsfallenstellerei schnell erkannt habe. Da muss man schon ganz schön gelassen bleiben, um die Vertreter zu Hause, mit ihren dubiosen Rentensparplänen, dem immer alten Wein in neuen Schläuchen, nicht ins Gesicht zu spucken, das treibt mich um.
Das Finden der "richtigen Anlage" ist wirklich ein Problem und darauf kann wahrscheinlich niemand eine befriedigende Antwort geben - ebenso unmöglich wie die Suche nach dem Stein der Weisen. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Auch Anlegerlegenden wie Warren Buffet und André Kostolany haben das eine oder andere Mal ins Klo gegriffen. Niemand liegt immer richtig. Um ein gewisses Basiswissen wird man jedoch nicht herumkommen, wenn man sich nicht über den Tisch ziehen lassen will. Meine Erfahrung, komplizierte Produkte wie z.B. Steuersparmodelle oder Kapitallebensversicherungen sind nur gut für die Verkäufer. Von allem, was ich nicht verstehe, lasse ich seither die Finger.
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>## Das Honorar für die paar Stunden ist auf alle Fälle gut angelegtes Geld. Lieber einmalig 400EUR Beratungshonorar gezahlt.##
>Hallo rkoenig, trotzdem danke für deine Mühe.
>Mir kommt es so vor, wie einen guten Arzt zu finden. An der Nasenspitze sieht man den vielen niedergelassenen von denen ihr Können nicht an.
Als Durchschnittssparer sollte man IMHO auch mit einer Durchnittsanlage und -rendite zufrieden sein. Studien beweisen immer wieder, dass die meisten aktiv gemanagten Fonds schlechter abschneiden als der Vergleichsindex. Ein billiger ungemanagter Indexfonds z.B. auf den Eurostoxx-Index wäre für die Meisten also die allerbeste Wahl. An einem solchen Fonds verdient jedoch kein Finanzberater und wird daher keine entsprechende Empfehlung abgeben. Der Anleger muss diese Möglichkeit aber erst mal kennen, wobei wir wieder bei der Suche nach dem heiligen Gral wären. Der Versuch der Mehrrendite führt meist zum Gegenteil. Meine Regel Nummer 1: "Lege niemals alle Eier ins gleiche Nest".



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