Meine Empfehlung

Geschrieben von rkoenig am 30.01.2007 15:00:00:

>Nur mal an den letzten Beratungen gemessen, die ich erdulden musste, eine Lebeversicherung steht zu Auszahlung bereit, das war so ätzend, wie selbst ich mit meinem kritischen Halbwissen, die Gebühren- und Provisionsfallenstellerei schnell erkannt habe. Da muss man schon ganz schön gelassen bleiben, um die Vertreter zu Hause, mit ihren dubiosen Rentensparplänen, dem immer alten Wein in neuen Schläuchen, nicht ins Gesicht zu spucken, das treibt mich um.

Schmeiss die "Berater" raus, da wird nichts sinnvolles kommen!
Ich würde in dem Fall so vorgehen: Als erstes muss man Klarheit über die Anlagedauer und Risikoneigung haben. Wer das Geld bald Verrenten muss oder sich keine negativen Überraschungen leisten will, sollte keine großen Experimente machen. Der Großteil sollte dann in festverzinsliche Papiere mit gutem Rating gehen. Nun ist jedoch fraglich, ob z.B. der Bund seine Anleihen auch in 10 Jahren noch zuückzahlen kann, bzw. was die Inflation macht. Man kann also hier keine langen Laufzeiten eingehen! Auf Sicht von unter einem Jahr dürfte die Gefahr des Staatsbankrotts bzw. explodierender Inflation relativ gering sein. Man könnte also nach Beobachtung der allgemeinen Lage immer Top-Anleihen mit Restlaufzeiten von 6-12 Monaten kaufen. Optimalerweise so, dass jeden Monat ein Teil der gesamten Anleihen auslaufen und wieder neu angelegt werden können. Das Problem ist möglicherweise die Versteuerung der mageren Zinsen. Ggfs. können daher vielleicht auch Zerobonds besser sein.
Wer Risikofreudiger ist und auch Verluste in Kauf nehmen kann, kann auf die Kombination mehrerer Indexfonds setzen. Denn eine Durststrecke von 10 Jahren kann auch bei Top-Indizes (siehe DAX von 2000-heute) auftreten. Der Erfolg hängt hier also stark von Timing und der richtigen Auswahl oder der möglichst breiten Streuung (Diversifikation) ab. Der Vorteil von Indexfonds ist, dass sie preiswert sind und dem Index immer folgen. Aktive Fonds können nur selten den Index schlagen und schneiden oft schlechter ab. Mit einer breiten Streuung ist man IMHO als unbedarfter Kleinanleger am Besten aufgestellt und kann bzgl. des Gesamtdepots gut schlafen.
Im Hinblick drohender Staatsbankrotte, Währungsschnitte, Dollarcrash etc. ist Liquidität oberstes Gebot. Alle Anlagen sollten innerhalb von wenigen Tagen liqidierbar sein. Daher würde ich persönlich nicht auf Kapital-LV, Riesterrenten geschlossene Immofonds etc setzen. Und immer die allgemeine Lage verfolgen.



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