Re: Sinkende Reallöhne schon im TV

Geschrieben von reneronald am 29.01.2007 22:23:00:

>Ich sehe das anders. Die Wirtschaft besonders die deutsche steht unter zu großem Konkurrenzdruck aus sogenannten Billiglohnländern. Die Arbeitsplätze mit hohem Einkommen sind heute nur noch Kostenfaktoren und werden ganz verschwinden. Was bleibt ist eine Wirtschaft in der man von "Dienstleistungen" oder anders gesagt vom Haare schneiden und Schuhe putzen lebt. Besonders bitter ist es wie jetzt wo die Aktien auch nicht mehr steigen und auch "Dienstleistungen" nicht mehr weiterhelfen.

Der Effekt, den du beschreibst, ist aber im Grunde eine weitere Folge dessen, was der vorherige Poster sagte. Man muss einfach nur von den nationalen Grenzen abstrahieren, und eine "Globalwirtschaft" betrachten, nicht eine "Volkswirtschaft". Volkswirtschaftlich gesehen hast du recht, globalwirtschaftlich betrachtet ist eine Verringerung der Löhne in einer Region (sprich: Land) genauso bedingt durch Sättigung der Märkte/stärkere Konkurrenz zu anderen "Ländern" (Regionen). Länder im nationalen Sinn gibt es ja in einer Globalwirtschaft eigentlich nimmer. Globalwirtschaftlich gesehen sucht sich das Finanzkapital immer den Ort, wo es die beste Rendite einfahren kann - nationale Grenzen sind da irrelevant (die sozialen Folgen, die daraus resultieren, sind für Kapitalinteressen absolut zweitrangig).
Gruß, René



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