Was hat diese Moralpredigt mit dem Thema zu tun?

Geschrieben von G.Hannich am 31.01.2007 10:26:00:

>Hallo Hr. Hannich,
>>Wie jedoch ein "Aufschwung" vonstatten gehen soll, wenn die Löhne und damit die Massenkaufkraft sinkt, das kann wohl niemand dieser "weisen" Herren erklären.
>>Immerhin kann man mit solchen Parolen die Massen wieder eine Zeit lang ruhigstellen, da alle auf den "Aufschwung" warten und ruhig zuhause sitzen und auf Lohn verzichten.
>Ich möchte hier darauf verweisen, dass ein Großteil der von Ihnen bemitleideten "Massen" den Zusammenhang zwischen Wertschöpfung und Wohlstand völlig aus den Augen verloren bzw. nie kennen gelernt hat. Für überzogene Ansprüche, die dann plötzlich nicht mehr finanzierbar sind, aus der Natur der Sache heraus, weil sie nämlich völlig überflüssig sind, dann den Staat oder die bösen "Unternehmer" zu bekritteln, geht völlig an der Thematik vorbei.
>Wenn ich heute sehe, dass schon 9 jährige mit 2 Handys rumlaufen, einen eigenen Computer besitzen, monatlich was weiß ich wieviel Taschengeld (sagen wir mal 50 Euro) einstecken und dumm verhauen, und die entsprechenden Eltern zum nicht unerheblichen Teilen von staatlichen Unterstützungsleistungen leben, dann sollten sich die betreffenden mal zuerst Gedanken über Kostenoptimierungen im privaten Umfeld Gedanken machen, bevor sie andere für die knappen Kassen im eigenen Haushalt verantwortlich machen.
>Den ökologischen Aspekt habe ich hier noch völlig aussen vor gelassen. Aus dieser Sichtwarte heraus ist der Kaufkraftverlust erst dann groß genug, wenn dadurch signifikante Reduzierungen der negativen Umwelteinflüsse resultieren, z. B. durch reduzierten Auto- oder Luftverkehr einerseits, Qualitätsprodukte mit langer Lebensdauer statt billiger Wegwerfware andererseits (z. B. ist der ökologische Impakt bei der Herstellung einer hochwertigen Maschine (z. B. Fein, Hilti) nicht viel höher als bei minderwertigen Imitaten aus China, die nur 1/1000 oder noch weniger der Arbeitszeit aushalten).
>Dies alles sollte man bedenken und in Rechnung stellen, bevor man über Kaufkraftverlust jammert. Lebensqualität lässt sich ohnehin nur zu einem sehr geringen Maß in Kaufkraftparitäten beurteilen.
>Gastronom
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Was hat diese Moralpredigt mit dem Thema zu tun?
Wenn heute für Mini-Wohnungen 500 Euro bezahlt werden müssen, wenn die Soziallasten alles auffresen, und dazu noch die Löhne sinken, wei kann man da von "überzogenen Ansprüchen" reden?
Außerdem bleibe ich dabei: Wenn Löhne sinken kann es keinen "Aufschwung" geben, weil Geld das die Masse nicht hat auch nicht zu Käufen benutzt werden kann und demnach die Unternehmen zwangläufig in die Krise kommen MÜSSEN.
Eifnache Logik ganz ohne Moralpredigt.



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