Es werden wie immer nur Symptome angesprochen

Geschrieben von Bachforelle am 09.07.2012 14:31:05:

Das wird offensichtlich, wenn z.B. Prof. Hankel die Kreditvergaben an südliche Eurostaaten kritisiert, die nach seinen Worten eine erheblich schwächere Wirtschaftsleistung als die nördlichen haben.

Zinsgeldsysteme sind nun mal abhängig vom Wirtschaftswachstum, sowie Verschuldung/Verguthabung mit steigender Geschwindigkeit.

Hätte man den „schwachen“ Süd-Staaten keine Kredite in immer größerem Umfang gewährt, könnten die ihre Importe, und wir unsere Exporte, also unser Wirtschafts/Guthaben/Schulden-Wachstum, seit Jahrzehnten gar nicht mehr stattfinden lassen.
Wir hätten längst schon gesättigte Märkte und Zinsen unterhalb der Liquiditäts-Grenze gehabt, inklusive Geldstreik, Krise, Deflation und Massenarbeitslosigkeit.

Eigene, aber hortbare Landes-Währungen ändern überhaupt gar nichts am fundamentalen Problem einer Zinswirtschaft. Gesättigte Märkte, niedrige Zinsen, Geldblockaden und Massenarbeitslosigkeit würden natürlich trotzdem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Niedergang aller europäischen Volkswirtschaften bedeuten, das sind zwingende Folgen von Zinsgeldsystemen.

Man regt sich wie immer nur über altbekannte Symptome auf, anstatt einfach mal die offensichtliche Ursache mit dem hortbaren Geld und den daraus entstehenden, ständig positiven Zinsen anzusprechen. Natürlich ist es richtig, das Länder/Regionen mit unterschiedlich starker Wirtschaftsleistung, möglichst auch eigene Währungen haben sollten. Davon profitieren alle Marktteilnehmer gleich auf mehreren Ebenen. Nur zieht man damit keine festgefahrene Volkswirtschaft, die immer noch Zinsgeld benutzt, aus dem Schlamm.

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