Re: Gold-Spot 666$

Geschrieben von Gastronom am 09.02.2007 20:24:00:

Hallo Seriola,
chartanalytisch ist dies sicher richtig. Wobei angemerkt werden muss, dass die 730 aus dem letzten Jahr nur mehr 10% Steigerung entsprechen und davon der sinkende Dollar in jedem Fall abzuziehen sein sollte. Bei Dividendentiteln sind die leichter zu erzielen, und vor allem jedes Jahr. Auch die 850 sind im Prinzip kein Ansatz für ein lohnendes Investment, da ein Rückschlag nach Scheitern an der Marke das Gold dermaßen überproportional zerbröseln würde, dass Aktien besser abschneiden würden (Substanzwerte wohlgemerkt).
Sorge macht mir, wenn tatsächlich dann Kurse von 1.400, 3.000 oder gar 10.000 kämen, dies wäre ein akutes Indiz für den Kollaps des Finanzsystems mit allen erdenklichen Folgen bis hin zu länderübergreifenden Kriegen, Bürgerkriegen, Versorgungskrisen und was sonst noch alles. Ich spreche hier als jemand, der über Gold auch physisch verfügt, da wäre ein Kurs 10.000 mal + 3.000 %, aber darauf würde ich im Gegensatz zu der aktuell immer überschäumender agierenden Horde von Papierspekulanten liebend gern verzichten, da ich um die Folgen weiß.
Das schlimme ist nicht die Zahl, sondern die zeitliche Nähe, die offenbar nun auf eine Entscheidung drängt, in der Frage: Inflation - Deflation. Der Goldpreis an sich besagt noch nichts, er muss immer in Relation zum Umfeld gesehen werden. Wenn Gold auf 10.000 pro Unze steigt, was möglich ist, aber Eier auf 100 pro Stück, in einer Versorgungskrise, dann weiß ich zumindest, dass ein Dutzend gute Legehennen eine bessere Investition war. Haben wir dann Deflation oder Inflation? Richtig: klassische Inflation.
Alternativ bleibt das Ei bei 0.30 Ct. pro Stück (gute Bio-Ware aus Freilandhaltung) und das Gold fällt als unnützes Metall ins Bodenlose, sagen wir auf 30 pro Unze. Die Relation ist wieder 1/100. Wiederum die Frage: ist dies Deflation oder Inflation?
Das Fazit aus der Analyse: für den klassischen Normalbürger, der weder über Vermögen, noch über Kenntnisse oder Land oder Legehennen verfügt, bleibt die Sitiuation unabhängig von Inflation oder Deflation gleich miserabel: das was er zum Leben braucht, ist faktisch unerschwinglich. Billige PC's und Stereoanlagen helfen hier nicht weiter.
Gastronom



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