Danke dafür

Geschrieben von Seriola am 09.02.2007 23:11:00:

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>Thomas Heuer:

Nach den letzten verlorenen Preisschlachten, gegen nationale und internationale Konzerne und aufgrund der untragbaren Zins-, Miet- und Steuerlasten, ist der Mittelstand vollständig weggebrochen.
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>Die Zahl der Arbeitslosen nimmt unzumutbar steigende Ausmaße an. Dies überlastet den Staatshaushalt vollends. Die sozialen Leistungen fallen weit unter das Existenzminimum. Wer noch erwerbstätige Partner hat, fällt ganz aus der Förderung heraus. Während die Löhne und die Preise für alle nicht unbedingt erforderlichen Güter unaufhaltsam fallen, steigen die Existenzkosten, insbesondere für Ernährung und Energie, ständig weiter.
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>Moral und Hemmschwelle der Bürger sinken auf ungeahnte Tiefststände. Mit fortschreitendem wirtschaftlichen Niedergang steigt die Mordrate. Selbst der Besitz von geringwertigen Habseligkeiten kann einen jederzeit zum Opfer werden lassen. Wohlhabende Bürger wehren sich bei diffusem Verdacht vorsorglich mit Notwehrmaßnahmen.
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>Wer Schulden hat, wird immer ärmer. Wer Forderungen hat, wird immer reicher, aber nur so lange, bis die Schuldner unter ihren tonnenschweren Lasten zusammenbrechen.
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>Die abgemagerten Bürger haben zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel und dürsten nach Erlösung, egal durch wen. Aber nach den Krisenjahren wird es für jene, die überlebt haben, wieder aufwärts gehen.
>vgl.: Deflation und Lebensverhältnisse Ein Szenario

Gastronom:

chartanalytisch ist dies sicher richtig. Wobei angemerkt werden muss, dass die 730 aus dem letzten Jahr nur mehr 10% Steigerung entsprechen und davon der sinkende Dollar in jedem Fall abzuziehen sein sollte. Bei Dividendentiteln sind die leichter zu erzielen, und vor allem jedes Jahr. Auch die 850 sind im Prinzip kein Ansatz für ein lohnendes Investment, da ein Rückschlag nach Scheitern an der Marke das Gold dermaßen überproportional zerbröseln würde, dass Aktien besser abschneiden würden (Substanzwerte wohlgemerkt).
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>Sorge macht mir, wenn tatsächlich dann Kurse von 1.400, 3.000 oder gar 10.000 kämen, dies wäre ein akutes Indiz für den Kollaps des Finanzsystems mit allen erdenklichen Folgen bis hin zu länderübergreifenden Kriegen, Bürgerkriegen, Versorgungskrisen und was sonst noch alles. Ich spreche hier als jemand, der über Gold auch physisch verfügt, da wäre ein Kurs 10.000 mal + 3.000 %, aber darauf würde ich im Gegensatz zu der aktuell immer überschäumender agierenden Horde von Papierspekulanten liebend gern verzichten, da ich um die Folgen weiß.
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>Das schlimme ist nicht die Zahl, sondern die zeitliche Nähe, die offenbar nun auf eine Entscheidung drängt, in der Frage: Inflation - Deflation. Der Goldpreis an sich besagt noch nichts, er muss immer in Relation zum Umfeld gesehen werden. Wenn Gold auf 10.000 pro Unze steigt, was möglich ist, aber Eier auf 100 pro Stück, in einer Versorgungskrise, dann weiß ich zumindest, dass ein Dutzend gute Legehennen eine bessere Investition war. Haben wir dann Deflation oder Inflation? Richtig: klassische Inflation.
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>Alternativ bleibt das Ei bei 0.30 Ct. pro Stück (gute Bio-Ware aus Freilandhaltung) und das Gold fällt als unnützes Metall ins Bodenlose, sagen wir auf 30 pro Unze. Die Relation ist wieder 1/100. Wiederum die Frage: ist dies Deflation oder Inflation?
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>Das Fazit aus der Analyse: für den klassischen Normalbürger, der weder über Vermögen, noch über Kenntnisse oder Land oder Legehennen verfügt, bleibt die Sitiuation unabhängig von Inflation oder Deflation gleich miserabel: das was er zum Leben braucht, ist faktisch unerschwinglich. Billige PC's und Stereoanlagen helfen hier nicht weiter.

Faultier:

Unterschiedliche Ausgangspunkte, aber eine wunderbare Einigkeit über unser Elendshaus und wie es den Leuten darin ergehen wird. Ich möchte noch anfügen, daß die Verursacher der Misere selbstverständlich nicht zur Verantwortung gezogen werden.


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Das Faultier


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Den Argumentationen ist wohl kaum mehr etwas hinzuzufügen.
Die weiter reichenden Gedanken von Gastronom finde ich äußerst angebracht und überlegenswert.
!!!



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