Re: Kabel 1 "Mein neues Leben" in Kanada ....

Geschrieben von Frank am 16.02.2007 12:15:00:


Hallo Oldy,
vielen Dank für diesen Beitrag. Endlich mal jemand der eine Meinung hat und sich nicht scheut, deutlich die Dinge so zu benennen wie sie sind. Nochmals Danke dafür. Gerade beim Thema Kanada wird meiner Meinung nach massiv mit den Hoffnungen der einfachen Leute hier in Deutschland gspielt. Für mich ist das eine Riesensauerei, wenn man den Leuten solche Hoffnungen macht, die dann in keiner Weise stimmen. Das ist der reine Betrug. Ich habe leider schon erlebt, dass sich Leute aus meiner Umgebung dermaßen vom "Traum Kanada" gefangennehmen ließen, dass sie nicht mehr realistisch denken konnten. Sie schmissen gutbezahlte Jobs einfach hin, träumten von Kanada und wurden geradezu lebensuntüchtig hier in Deutschland. Dabei scheiterten viele von Ihnen bereits beim Einwanderungstest (wahrscheinlich zu deren Glück). Was Ihnen blieb war ein großer Scherbenhaufen. Nicht in Kanada und nur halb in Deutschland haben sie selbst das Leben hier in Deustchland währenddessen verpasst.
Vor Jahren machte ich mal bei einem Kanadaforum mit. Als ich begann kritische Beiträge zu schreiben, wurden sie einfach gelöscht.
Oldy, es ist schade, dass deiner Enkelin Grand Forks zu minder war. Mit deiner Unterstützung hätten sie es sicher schaffen können. Ich hätte es dir gegönnt. Aber es ist halt so: Die jungen Leute glauben leider, das "high life" würde sich nur in den großen Städten abspielen. Viele sind so verblendet.
Zu dem Filmbeitrag noch: Viele Szenen kamen mir einfach zu sehr gestellt und unwirklich vor (dass alle Szenen in dem Film gestellt sein müssen, ist mir bei meiner Aussage dabei schon klar - also differenzieren ).
p.s. Für Leute mit viel Geld mag das Thema Kanada ganz anders zu betrachten sein. Denn da stehen die Türen weit offen.
>>Bisher habe ich immer gedacht, dass Kanada ein Musterland der Integration bzw. des Nebeneinanders ist - also keine Konflikte. Was weiß denn Oldy dazu?
>Oldy $$$
>Der Bericht ist eine gewaltige Verarschung. Es gibt in Canada gebietsweise bis zu 30% Arbeitslose.
>Der Mann meiner Enkelin ist Automechaniker und gebürtiger Engländer, hat daher keinerlei Sprachschwieigkeiten, hat allerdings hier in Grand Forks nicht einmal versucht Arbeit zu finden und hat sich nicht einmal die Autowerkstätte angesehen, die ich ihm geholfen hätte zu finanzieren. Weil er eine Gelegenheitsarbeit beim Mann der Mutter meiner Enkelin hatte, fuhren sie wieder nach Edmonton und sind nun pleite. Er sitzt am Computer und sucht vergeblch Arbeit, Frau und Tochter wollen anscheinend wieder heim und das ist wahrscheinlich das Beste für sie, damit sie wieder ins deutsche soziale Netz eintauchen können. Noch haben sie keine Schulden und können den Rückflug durch Verkauf des Lieferwagens finanzieren. Die Familie hätte bei mir ein warmes Haus gehabt und ich hätte sie bis zum Fruhjahr schon durchgefüttert, aber Grand Forks war ihnen zu minder und die medizinische Versorgung für eins schwangere Frau anscheinend nicht ausreichend.
>Bezüglich Integrierung, Die Asiaten, Inder und Italiener integrieren sich nicht. Deutsche und Hollander sehr schnell und es gibt daher für deutsche Neueinwanderer kaum Hilfe von Landsleuten. Das war etwas anders, als ich 1955 das erste Mal nach Canada auswanderte. Da waren 25% in meinem Ort Deutsche. Jetzt kenne ich hier nur drei und einer davon ist gerade 100 km weiter gezogen und hat seine Farm hier verkauft.



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