Problemlösung

Geschrieben von Oldy am 15.02.2007 23:58:00:

Kleine Probleme mit Rheingold.
Um aufzuzeigen, welche läppischen Prbleme oft einen größeren und schnelleren Erfolg von Freigeldexperimenten verhindern, will ich einige von Rheingold berichten, damit andere Initiativen Gegenmaßnahmen finden können.
Das Hauptproblem ist das, daß sich in manchen Geschäften die noch wenigen Rheingoldscheine stauen und daher nicht mehr umlaufen. Das hat mehrere Ursachen. Es gibt noch nicht genügend Rheingolder, die Güter des täglichen Bedarfs erzeugen und verkaufen und bei den wenigen die es tun, stauen sich dann die Scheine. Sie fehlen daher im Umlauf und viele Teilnehmer sehen dann keine mehr und verlieren dadurch ihr Interesse.
Die Teilnehmerschaft bei Rheingold ist extrem künstlerlastig und manche der Leute bei denen sich die Scheine stauen, suchen vergeblich nach etwas, wo sie die Scheine weiter verwenden können. Bilder als einziges reichlices Warenangebot ist eben zu wenig. Es wird daran gearbeitet, das zu verbessern, aber das braucht Zeit. Beim Chiemgauer und beim Gogo-Volmetaler scheint dieses Problem nicht so gravierend zu sein.
Aber wenn ein Rheingolder bei einem anderen Rheingolder etwas kauft und zahlt ihm aus Gedankenlosigkeit mit Euro, obwohl sich bei ihm in der Kassa Rheingoldscheine stauen, wie es öfter passiert, dann läuft Rheingold eben nicht um.
Wenn ein Rheingolder, obwohl er einen Rheingoldlieferanten hat, den nicht bezahlt, weder mit Rheingold noch mit Euro und die Ware nur auf Kommission nimmt, bringt das auch nichts.
Als ich meine Gogos als Rindfleischgutscheine verkaufte, liefen die auch nicht um und ich bekam sie bei der Herbstschlachtung alle zurück. Das war zwar kein schlechtes Geschäft für mich, aber da niemand in der Zwischenzeit die Gogos anderweitig verwendete, war das Ganze ein Schlag ins Wasser. Ähnlich geht es jetzt, wenn Leute ihr Rheingold nicht weiter geben.
Wir sollten beachten, warum das Wörgler Geld so schnell umlief, aber besonders auch Wära in Schwanenkirchen und das nachahmen. Besonders Wära in Schwanenkirchen könnte ein Beispiel sein. Wära lief zwar nur ein Zehntel so schnell um, als das Wörgler Geld aber das war immerhin 8 bis 10 mal schneller als damals die Mark umlief und sie lief in ihrer Gesamtmenge um. Warum?
Weil ein Erzeuger eines allgemein damals verwendeten Artikels, Braunkohle, sie für Wära verkaufte und seine Arbeiter zu 90% mit Wära bezahlte. Darum!
Das war nur ein einziger Erzeuger und wenn wir einige mit verschiedensten Waren als Teilnehmer gewnnen können. ist unser Erfolg gewiß. Es gibt doch sicherlich solche, die schon in Schwierigkeiten sind und Leute entlassen müssen oder gar den Betrieb aufgeben müßten, den sie mit einem Rheingoldkredit und den darauf folgenden Rheingoldumsätzen zu neuer Blüte führen könnten. Dabei wäre der Kredit nur ein Schuß in den Arm aber die sicheren Rheingoldumsätze würden den wirklichen Erfolg bringen. Wir könnten auch jemand, wie den Bergwerksingeneur Habicher finden, der einen Betrieb erst aufmacht, wie er es in Schwanenkirchen tat.
Da ist es vielleicht leichter Arbeiter einzustellen, die bereit sind Rheingold als Zahlung zu akzeptieren.
Das ist jedenfalls die Linie, auf der weiter gearbeitet werden muß. Erzeuger müssen geworben werden.



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