Re: Problemlösung / Immerhin ein Ansatz

Geschrieben von Hardy, der Student am 16.02.2007 10:11:00:

Moin Oldy!
Prima, mein Schreibzugang funktioniert wieder.
Na, jetzt hört sich das doch schon ganz gut an, und wir sind ziemlich dicht beieinander.
>Als ich meine Gogos als Rindfleischgutscheine verkaufte, liefen die auch nicht um und ich bekam sie bei der Herbstschlachtung alle zurück. Das war zwar kein schlechtes Geschäft für mich, aber da niemand in der Zwischenzeit die Gogos anderweitig verwendete, war das Ganze ein Schlag ins Wasser. Ähnlich geht es jetzt, wenn Leute ihr Rheingold nicht weiter geben.
Du klammerst Dich zu sehr an das "Umlaufen" der Gogos. Die hauptsächliche Bewegung der Gogos muß als "Hin-und-Her" ausgestaltet werden, weg vom Emittenten und wieder zurück zum Emittenten. In Deinem Fall hättest Du Arbeitnehmer beschäftigen müssen, denen Du Gogos als Gehalt zahlst.
Bei einer ZB ist das nicht anders, das Geld entfernt sich von der ZB und wird wieder zurückgezwungen. Das "Umlaufen des Geldes", so wie Du Dir das vorstellst, findet in der Form gar nicht statt.

>Wir sollten beachten, warum das Wörgler Geld so schnell umlief, aber besonders auch Wära in Schwanenkirchen und das nachahmen. Besonders Wära in Schwanenkirchen könnte ein Beispiel sein. Wära lief zwar nur ein Zehntel so schnell um, als das Wörgler Geld aber das war immerhin 8 bis 10 mal schneller als damals die Mark umlief und sie lief in ihrer Gesamtmenge um. Warum?
>Weil ein Erzeuger eines allgemein damals verwendeten Artikels, Braunkohle, sie für Wära verkaufte und seine Arbeiter zu 90% mit Wära bezahlte. Darum!
Aha, kiek mal an. ;)
Die Wära liefen nicht im Kreis herum, sondern hin und zurück. Zusätzlich drehen einige Wära selbstverständlich auch ein paar extra Runden. Das ist völlig klar.
Die Hauptbewegungsrichtung ist aber hin und zurück.

>Das war nur ein einziger Erzeuger und wenn wir einige mit verschiedensten Waren als Teilnehmer gewnnen können. ist unser Erfolg gewiß.
Na ja, da lauern schon noch jede Menge Fallen.
Aber verlasse doch mal diesen komischen Ansatz, als wenn alle Leute eine kleine Ich-AG wären. So ist es nun mal nicht, die Welt besteht aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

>Es gibt doch sicherlich solche, die schon in Schwierigkeiten sind und Leute entlassen müssen oder gar den Betrieb aufgeben müßten, den sie mit einem Rheingoldkredit und den darauf folgenden Rheingoldumsätzen zu neuer Blüte führen könnten. Dabei wäre der Kredit nur ein Schuß in den Arm aber die sicheren Rheingoldumsätze würden den wirklichen Erfolg bringen. Wir könnten auch jemand, wie den Bergwerksingeneur Habicher finden, der einen Betrieb erst aufmacht, wie er es in Schwanenkirchen tat.
Wer soll denn einen größeren Rheingold-Kredit vergeben, wenn ein Unternehmer nur ein paar Rheingold emittieren darf?
Bei wem könnte sich ein solcher Kreditgeber refinanzieren? Gegen welche Sicherheiten? Zu welchen Bedingungen?

>Da ist es vielleicht leichter Arbeiter einzustellen, die bereit sind Rheingold als Zahlung zu akzeptieren.
>Das ist jedenfalls die Linie, auf der weiter gearbeitet werden muß. Erzeuger müssen geworben werden.
Hört sich immerhin schon besser an, wenn Du Arbeitnehmer mit ins Spiel bringst.
Mal kieken, wie es weitergeht.
Lieben Gruß
Hardy



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