Rußland und die kommende Krise

Geschrieben von Franz Joseph II am 17.02.2007 00:16:00:

Nachdem mein PW wieder funktioniert, muß ich noch schnell meinen Rußland-Text hier abliefern, bevor ich mich noch schnell ins Ballvergnügen werfe.
Bitte nicht immer den russen an allen Übeln - den vergangenen und den kommenden - die Schuld geben ... die meinen es wirklich nicht böse mit uns. Höchstens wir mit Ihnen! Und dafür, daß wir eigentlich staatsfeindliche Regierungen an der Macht haben, sind wir selber schuld ...

>zu 2. sehe ich europa wehrlos nach osten stehend. unsere bundeswehr ein einziger müder haufen - nicht zuletzt dank merkel verstreut um die halbe welt. ohne amerikanisch-israelische unterstützung können wir eigentlich nur noch die arme heben. [Alter Text im Forum, weiß jetzt nicht mehr von wem...]
Klingt fast nach einem klassichen "Irlmaier" :-) . Vielleicht tritt es wirklich so ein, aber dann dürft ihr in erster Linie einmal der eigenen Regierung die Schuld geben. Die Kriecherei Richtung Nato, USA und höriger Organisationen (IWF, Weltbank und wie die Globalmafiasyndikate alle heißen) mit allen Auswirkungen (NATO-Basen rund um Rußland, auch mit detuschen Soldaten besetzt und Geld finanziert) hat mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die einer verdeckten Kriegserklärung nicht mehr so ferne steht.... so ähnlich war das doch schon öfter, oder?
Die USA fühlen sich sogar bedroht, wenn auf ganz anderen Kontinenten falsche Regierungen an der Macht sind, und müssen rund um die Welt die "Demokratie" retten.
Rußland muß hingegen alles fressen und Danke sagen, wenn mit US-Geld - wie z.B. in Georgien und in der Ukraine (die orange Revolution) geschehen, moskaufeindliche, amerikatreue Stadthalterstaaten entstehen.
Die eingekerkerten Oligarchen haben nicht selten einen deftigen (finanziellen)Wall-Street-Hintergrund, mit dessen Geldern ausgestattet sie in der russischen (Hyper-)inflationszeit der 90er [da ist das Thema wieder!] mit damals noch festen Dollars sich billigst die Perlen der russischen Industrie unter die Nägel rissen! (Lenin läßt Grüßen ...) Die Reaktion folgte auf dem Fuß ...
Weiters sehe ich nicht ein, warum die USA immer so positiv als unsere "Beschützer" dargestellt werden. In meinen Augen ist das die Kolonial-, Hegemonial- und Unterdrückungsmacht Nr. 1 am Kontinent.... und wenn ich mich weiters nicht täusche, haben die uns zweimal so arg den Rest gegeben, daß wir seitdem erst richtig wehrlos sind.... Die 14 Punkte Wilsons waren das Papier nicht wert ... ein übler Trick halt, der sich jetzt östlich von Brest (fast) wiederholt (hätte)....
(Wer noch immer an die armselige "Demokratisierung" der SU-Nachfolger glaubt, kaufe sich bitte z.B. das Buch "Rußland im Zangengriff" vom schon oftmals empfohlenen Peter Scholl Latour. Der weiß wovon er spricht. Schließlich war er oftmals vor Ort.)
Vielleicht sollten wir (Die Mitteleuropäer) einmal eine Änderung der Außenpolitik überdenken? Z.B. das Deutschland außnahmsweise einmal (vage) dem österreichischen Beispiel folgt, der NATO Ade sagt und z.B: einen Neutralitätspakt mit Rußland (China?) schließt? Mit einem Wirtschaftsabkommen?
(In den Washingtoner Regierungskreisen, eventuelle auch in Paris und London würde dann Valium knapp werden ... :-)
Als Lohn könnte sogar die Marienburg winken. Doch halt, da sind wir schon wo angelangt, wo wir eigentlich nicht hingehören ... Schluß für heute ... :O)

FJ
PS: Wahrscheinlich wird man einmal ein Buch mit diesem Titel schreiben müssen:
"Die Jahrtausendprovokation - wie Rußland in den dritten Weltkrieg getrieben wurde." Wär ja fast zu lachen, wenn es nicht so traurig aktuell wäre ...



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