Re: Was ist Geld? Versuch einer Definition. / Schwarzhandel und Schulden

Geschrieben von M.Raptis am 18.02.2007 13:50:00:

>Lieber Herr Hardy
>Leider trennen Sie auch nicht scharf (wie auch Herr Raptis nicht) und daher verschwimmen Jura und Ökonomie.
>Die meisten Schwarzhandelsgeschäfte sind JURISTISCH illegal. Es kommt also JURISTISCH gar nicht zu einem rechtskräftigen Kaufvertrag. Somit entsteht gar kein rechtlicher Anspruch auf eine Forderung nach GZ. Es wird beim Schwarzhandelsgeschäft de facto nur getauscht, nicht "bezahlt". Ich denke, das ist es, was Oldy sagen wollte.
>Gruß
>Peter_X
Hallo Peter_X,
Sie haben in dem Punkt völlig recht, darauf kommt es aber nicht an. Es stimmt was Sie sagen, dass Geld beim Schwarzmarkthandel kein Zahlungs- sondern Tauschmittel ist. Das macht aber den Geldbegriff nicht aus, denn Tauschmittel kann alles mögliche sein (Zigaretten, Medikamente, Mehl, Kartoffeln, Feuerzeuge und was weiß ich nicht). Aber nur das von der Zentralbank emittierte Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel. Ob das gesetzliche Zahlungsmittel illegalerweise auch zum Schwarzmarkthandel verwendet werden kann, ist unerheblich. Es könnte genausogut dazu verwendet werden, sich Luft ins Gesicht zu fächern. Ja und?
Zusammengefasst: Jedes Geld kann als Tauschmittel verwendet werden, aber nicht jedes Tauschmittel kann als Geld verwendet werden.



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