Re: Was ist Geld? Versuch einer Definition. / Giganten der VWL

Geschrieben von Peter X am 18.02.2007 14:12:00:

>>Sie stellen schon wieder auf den juristischen Begriff des Geldes als GZ ab. Sie wollen nur den ökonomischen Inhalt nicht akzeptieren und kommen dann zu falschen Schlüssen.
>Ich bin der Ansicht, dass der juristische Begriff des Geldes (Zahlungsmittel) der inhaltlich richtige ist. Im übrigen entspricht der juristische Geldbegriff auch der ökonomischen Praxis. Er entspricht lediglich nicht der ökonomischen Theorie der heute herrschenden Meinung. Es verhält sich beim Begriff Geld ähnlich wie beim Begriff Eigentum. Wikipedia zu "Eigentum": "Eigentum und Besitz werden sprachlich oft gleichgesetzt, sind jedoch im juristischen und ökonomischen Kontext streng von einander zu unterscheiden. So kann ein Gegenstand sich vorübergehend oder auf Dauer im Besitz einer anderen Person als des Eigentümers befinden (zum Beispiel bei einer Mietwohnung). Daneben wird der Begriff des Eigentums umgangssprachlich auch für das Objekt des Eigentums verwendet ("Das ist mein Eigentum.")."
>Mit Verlaub, Sie werten den Begriff des Geldes "laienhaft" genauso wie andere Menschen den Begriff "Eigentum" laienhaft bewerten. Geld kann sich vorübergehend im Besitz einer anderen Person als des Eigentümers befinden, dann hat der Geldeigentümer eine Geldforderung gegen den Geldbesitzer, aber keinen Geldbesitz.
>MfG - M.Raptis

mmmmmmmmmmmmmmmmmm

Nein, ich unterscheide nur zwischen dem juristischen Sachverhalt und der ökonomischen Substanz!
Übrigens: Bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Geld findet sich eine recht einfache aber sehr gute Erklärung des Geldschöpfungsprozesses.
Erschöpfend hat es hier im Forum Francisco d'Anconia mit diversen Buchungsbeispielen getan.
Noch was: Wenn ich morgen einige Vorstandsmitglieder deutscher Banken - mit denen ich seit Jahrzehnten in umfangreicher Geschäftsbeziehung als Vermögensverwalter dreistelliger Millionenbeträge stehe - anrufen würde und ihnen erklären würde, daß es Fractional Reserve Banking (FRB) gar nicht gibt (wohlgemerkt, ich kritisiere in diesem Gespräch FRB nicht, ich behaupte einfach, daß es FRB gar nicht gibt), dann würden die mit Recht davon ausgehen dürfen, daß ich den Verstand verloren hätte.
Soweit ich es erkennen kann, sind die einzigen hier im Forum (die neben mir:-)) FRB richtig erkannt haben, Oldy und Francisco d'A. Der härteste Leugner ist Herr Hannich.
Gruß
Peter_X



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