Re: Gutschein

Geschrieben von Oldy am 18.02.2007 20:05:00:

>>Hallo MR,
>>das Gutscheinthema hatten wir schon so oft.. :-)
>>Wenn ein Gutschein für Etwas emittiert wird, dann bleibt der Gutschein während seiner gesamten Laufzeit ein Platzhalter für dieses Etwas. Der Gutschein ist damit unabhängig von einem evt. veränderlichen Preis dieses Etwas, gemessen in GZ.
>>Bitte nennen Sie ein Beispiel warum das so nicht funktionieren soll.
>
>Gerne nenne ich ein paar Beispiele.
>Erstes Beispiel: Angenommen Regioemittent X ist der einzige Regio-Herausgeber und gibt Gutscheine im vergleichbaren Wert von 100.000 Euro heraus. Die Gutscheine deckt er mit seinem Warenlager. Eines Tages verbrennt sein Lagerraum, weil X die Versicherungssumme kassieren will. Die Versicherung erfährt das und zahlt nix. Wo ist die "Sicherheit" der Gutscheine?
>Zweites Beispiel: Es befinden sich Gutscheine im vergleichbaren Wert von 100.000 Euro im Umlauf. Die Umlaufgeschwindigkeit ist konstant, genauso der Wert der dafür aufkaufbaren Warenmenge. Die Inflationsrate liegt bei 0%. Das Problem ist nur, dass es nicht nur einen, sondern viele Regio-Herausgeber gibt. Nun entscheidet sich einer von denen nicht 500 sondern 550 Gutscheine herauszugeben. Mögliche Folge: Inflation. Oder ein anderer gibt nur 400 Gutscheine heraus. Mögliche Folge: Deflation. Selbst, wenn die Kaufkraftstabilität im Gegensatz zu Oldy's Ansicht doch zentral überwacht werden sollte, gibt es Probleme mit der Kaufkraftstabilität. Denn die "Regio-Überwachungszentrale" kann nicht voraussehen, inwieweit sich die aufkaufbare Warenmenge zum Beispiel durch Wirtschaftswachstum, Steuererhöhungen, Naturkatastrophen, Rohstoffmangel oder sonstwas in Relation zur Regiomenge verändert. Die Regiowert-Überwachungszentrale kann die Regiomengen nur im Nachhinein angleichen. Wenn man das vorhersehen könnte, dann würde auch die EZB die Inflationsrate bei weniger als 0,1% halten. Die Kaufkraftstabilität bezieht sich nicht darauf, wodurch das Geld gedeckt ist (Ob Gold, Silber, Wertpapiere oder Rinder ist egal), sondern auf die Relation zwischen der Geldmenge und der dafür aufkaufbaren Gütermenge.

Oldy $$$
Niemand wird Gutscheine herausgeben, die er nicht verwendet und weitergeben kann, die kosten ihm nämlich Gebühren. Die Gesamtmenge der Gutscheine wird durch die Kaufkraftgarantie zusätzlich geregelt. Es stimmt, daß man die Menge erst im Nachhinein anpassen kann, aber dazu wird es erst kommen, wenn die gesamte Welt diese Gutscheine benützt. Vorher breiten sie sich einfach aus. Die EZB kann übrigens gar nichts, weil sie keinerlei Kontrolle darüber hat wieviel Geld auf dem Markt umläuft. Bei unseren Gutscheinen ist diese Kontrolle gegeben, weil ihre Gesamtmenge auf dem Gütermarkt umläuft. Dafür sorgt die Umlaufgebühr.
Es ist übrigens gar nicht so leicht, die Leute dazu zu bringen, überhaupt Gutsceine herauszugeben und schon gar nicht derartige Unmengen, wie Du annimmst. Soviel ich weiß, sind in Hagen etwa 70,000 Euro wert Gutscheine im Umlauf unter über 300 Gewerbetreibenden von denen jeder Einzelne das Mehrfache davon mit seinem Warenlager decken kann.
Du konstruierst einen derartigen Unsinn zusammen, daß man eigentlich gar nicht dazu Stellung nehmen sollte. Ich tat es nur, damit dich nicht woöglich jemand ernst nimmt, der noch nicht viel weiß.



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