Re: Multiple Geldschöpfung = multipler Schwachsinn

Geschrieben von Peter X am 18.02.2007 22:17:00:

>>Peter X: Am besten nehmen Sie zur Kenntnis, was unsere Zentralbank zu sagen hat unter dem dem Titrel: "Die Banken als Geldproduzenten" und dann auf Seite 7 den Abschnitt "Geldschöpfung und ihre Begrenzung.
>Jaja genau, nehmen Sie "zur Kenntnis". Sowas ähnliches sagt die Kirche auch immer. Sie sind wirklich zu Null Prozent auf meine Argumente eingegangen und Sie verschließen sich jeglicher Logik. Wenn irgendetwas nicht mit ihrem Gedankengebäude übereinstimmt, dann verweisen Sie einfach auf die Bundesbank oder eine Witzfigur, die Sie "Wirtschaftsgigant" nennen. Ich will Ihnen mal was sagen: Dass die Irrlehre von der Giralgeldschöpfung noch nicht im im Katalog der überholten Theorien zu finden ist, haben wir Leuten wie Ihnen zu verdanken. Leute von ihrer Sorte waren auch die Bekämpfer von Galileo Galilei und des Fortschritts an sich. Logik = 0% und Obrigkeitshörigkeit = 100%. Ich muss ehrlich sagen, dass ich keine Lust mehr habe, Leuten wie Ihnen zu antworten. Sie "diskutieren" ja nicht, sie "rezitieren". Es ist echt traurig, wie wenig manche Leute selbständig denken können.
>Mal ein paar Fragen an Sie (die Sie eh nicht beantworten werden):
>1. Warum werden Banken zahlungsunfähig (zahlungsunfähig = zu wenig Geld), wenn sie "zu viel Geld schöpfen", also zu viele Kredite vergeben?
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Sie werden nur zahlungsunfähig, wenn sie faule Kredite vergeben und sie keine Hilfe mehr von der ZB bekommen
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>2. Warum schaffen die Zentralbanken ihre Mindestreservepflicht ab, wenn sie die "Geldschöpfung der Geschäftsbanken" eindämmen wollen?
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Es gibt bessere Instrumentarien - lesen Sie dazu was ich zur SNB geschrieben habe - die EZB sieht es weitgehend genauso. Im Übrigen gibt es Vorschriften zur Mindestreserve in der EU.
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>3. Warum haben Länder wie Schweiz noch keine Hyperinflation, obwohl sie keine Mindestreservepflicht haben?
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Meine Ausführungen zur SNB lesen - war eine Antwort an Oldy
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>4. Warum übersteigen die Kundeneinlagen bei den Banken immer deren Kreditgewährung?
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Nennen Sie mir eine Bankbilanz wo Sie das gesehen haben
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>Ich bin mir sicher, dass Sie die Fragen wieder nicht beantworten werden. Es passt nicht in das Dogma ihrer Ökonomie-Kirche. Was die Vatikan-Bundesbank und Kardinal Mises sagen, ist für Sie Gesetz. Argumente und Logik haben da keinen Platz.
>>Peter X: Aber Sie werden es schon mit Sophismus hinkriegen und auch unserer Zentralbank zu erklären, daß die Geschäftsbanken gar kein Geld schöpfen können und da gefälligst nicht so eigenwillige Theorien aufstellen sollen, wenn die Herren Hannich, Raptis und Krümel der Barbar da doch ganz anderer Meinung sind. :-))) ROFL*
>>http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_04.pdf
>Ja klar, alles "ROFL" was nicht von Vatikan-Bundesbank und Kardinal Mises stammt. Na dann wollen wir uns den Schwachsinn doch mal anschauen, den die Bundesbank so verzapft. Zum Beispiel spricht die Bundesbank gar von einer "multiplen Geldschöpfung" durch Kreditvergabe der Banken. Sie meint, Bank A vergibt einen Kredit an Bank B, Bank B vergibt den Kredit weiter an Bank C, C an D, D an E usw. Dazu benutzt sie ähnliche Schaubilder wie dieses:
>http://img484.imageshack.us/img484/9718/afcdiageldschoepfgbremstv7.jpg
>Leider hat die Bundesbank bei der Darstellung so einiges vergessen.
>1. Banken verdienen aus der Differenz zwischen Soll- und Habenzinsen. Wenn zum Beispiel der Sparzins 4% beträgt, dann beträgt der Kreditzins meinetwegen 10%. Die 6% Differenz kassiert die Bank (Bankmarge). Das weiß jeder, auch die Bundesbank sollte das wissen, aber sie lässt dieses Prinzip in bei diesem Beispiel außer acht. Wenn Bank A an Bank B einen Kredit vergibt und wir gehen von einer Bankmarge von 6% aus, dann bekommt Bank B einen Kredit mit 10% Kreditzins. Gibt nun Bank B einen Kredit an Bank C, sind wir schon bei 16%. Vergibt Bank C einen Kredit an Bank D sind wir schon bei 22% Kreditzins. Und die Bundesbank glaubt ernsthaft, dass eine Bank das machen würde? Das ist ja wirklich schon lächerlich. Die Bundesbank schreibt sogar, dass die Banken "das ins Unendliche fortsetzen würden, wenn es nicht sowas wie eine Mindestreserve gäbe". So ein Quatsch! Die Bundesbank sollte sich für den Unsinn der "multiplen Geldschöpfung" schämen.
>2. Es entstehen bei der multiplen Kreditvergabe kein neues Geld, sondern lediglich Geldguthaben/schuldenpaare. Das habe ich schon zigmal bewiesen. Mehr noch, die Wirtschaftsgeschichte beweist es. Je mehr Kredite die Banken vergeben, desto eher wird sie aufgrund von Geldmangel zahlungsunfähig. Das ist die Wirklichkeit und keine abstruse Theorie.
>Schauen Sie sich mal die Bankenkrise in den USA von 1933 an. Hören Sie sich an, was US-Präsident Franklin D. Roosevelt zur Bankenkrise zu sagen hat (Hier der Text, hier die Audiodatei). Wo war denn die Geldschöpfung in der Zeit der Weltwirtschaftskrise?
>Schauen sich an, was Wikipedia zum Thema Bankenkrise schreibt: "Nachdem im Juli 1931 eine der Berliner Großbanken illiquide geworden war, kam auch noch ein massenhafter Ansturm der Bevölkerung auf die Banken hinzu. Diese mussten am 13. Juli 1931 ihre Zahlungen einstellen." (Quelle)
>Ich könnte die aus der Wirklichkeit (nicht aus der Theorie) stammenden Beispiele hunderfach erweitern. Ich könnte auch weiter darauf kritisch eingehen, was die Bundesbank zum Thema Geldschöpfung schreibt. Aber das bringt bei Leuten wie Ihnen eh nicht viel. Sie "glauben" ja einfach, was die Obrigkeit sagt und überprüfen nichts. Von mir aus werden Sie mit ihrem Glauben selig.
>Amen.

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Nein Herr Raptis, ich halte mich nur an die tägliche, gelebte Praxis aller Banken in unserem Lande. Im Übrigen habe ich zu diesem speziellen Thema alles gesagt. Übrigens Francisco d'Anconia aus meiner Sicht auch.
Ihre Kritik am Fachwissen der Deutschen Bundesbank - die eine der besten volkswirtschaftlichen Abteilungen weltweit hat - geht leider völlig daneben.
Peter_X



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