Vorsicht, das ist die Argumentation jeder Elite, die ...

Geschrieben von Grek1 am 20.02.2007 12:22:00:

immer alles besser weiß als das Volk.
>Ihr Beitrag war sowohl inhaltlich als auch rhethorisch anspruchsvoll.
Danke sehr!
>Prinzipiell haben Sie mit Ihren Folgerungen Recht, allerdings sind diese vor dem Hintergrund der Realität in die Rubrik des romantischen Idealismus einzuordnen.
Das kann man durchaus so sehen. :-)
>Die Konsequenz, ein adäquates Wahlrecht bzw. Mitspracherecht einzuführen, scheitert an 2 Dingen sehr schnell:
>1. Die bisherigen Machthaber sind auch bei wesentlich unbedeutenderen Dingen nicht gewillt, sich in ihre Machenschaften durch das Volk hineinreden zu lassen. Speziell in Deutschland ist das völlige Fehlen von Plebisziten auf Bundesebene ein schlagendes Beispiel; die pseudokommunistisch aufgebaute EU stellt hierzu noch eine groteske Übersteigerung dar.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu.
>Angesichts dieser staatlichen Strukturen muss es einem echt wundern, dass im Bankenwesen noch dermaßen geregelte und verlässliche Strukturen und Praktiken herrschen, wie dies momentan der Fall ist. Auch die Bilanzlegung sowie zugehörige Transparenz stehen hier auf einem ganz anderem Level, als es von den politischen Führungsriegen vorgelebt wird.
Allerdings!
>2. Wenn das Volk hier mitreden sollte, kann man die Augen auch nicht verschließen vor der weit verbreitenden tiefgreifenden Volks- und auch Betriebswirtschaftlichen Unkenntniss bei vielen. Solange dieser Mangel nicht behoben ist, und ich sehe keine Möglichkeit, diesen zu beheben (z. B. ist es bisher auch nicht gelungen, die wesentlich einfachere Problematik des Analphabetismus nachhaltig zu lösen), würde jegliche Veränderung hin zu mehr Volksmitsprache gerissenen Demagogen unabhängig welcher Färbung Tür und Tor öffnen; der Einzug offen krimineller Elemente und Praktiken in das Banken- und Währungswesen wäre vorprogrammiert, und gerade jene, die vorher mitgeredet haben, anschließend die Verlierer.
Auch hier sind wir durchaus einer Meinung. Und es sieht im Moment leider sehr danach aus, daß diese Kluften bei der zunehmenden Pisaisierung der überwiegenden Masse des Staatsvolks und auch der Zugewanderten dank der verhängnisvollen Umsetzung der 68-er Bildungspolitik, die ihre Ursprünge in der Umerziehungspolitik der Alliierten bis hin zur BRD-Gesetzgebung hat, bei gleichzeitiger Ausweisung von Eliteuniversitäten sich eher noch vergrößern werden.
>Zum Thema Wertschöpfung:
>Ein Großteil der Bevölkerung, die Wertschöpfung verrichtet, tut dies aus mehr oder weniger ausgeprägtem offenem oder verdecktem Zwang und nicht aus Verständnis für den Wertschöfungsprozess.
Eben hier muß angesetzt werden.

>Prinzipiell wird gearbeitet für Geld, und wenn man Geld auch ohne Arbeit bekäme, würden viele sicher diese Option wählen. Wenn man schließlich arbeitet (d. h. am Arbeitsplatz anwesend ist), würden wiederum viele die Option Nichtwertschöpfung bevorzugen (z. B. Internet surfen, Bildzeitung lesen, Karten spielen, Bier trinken, etc.), wenn sie nicht durch Gruppenzwang (Gruppenarbeit) oder durch entsprechende Disziplinarmaßnahmen der Vorgesetzten hierzu angehalten würden.
Zitat: der Mensch ist ein Schwein, er gewöhnt sich an alles. Ja, das liegt durchaus in der menschlichen Natur der meisten Menschen.
>Wertschöpfend in dem von Ihnen genannten Sinne, wirkt in erster Linie der selbständig tätige Unternehmer, und vielleicht noch ein geringer Prozentsatz im abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Wobei auch hier die Brücke zum Währungswesen oft nur sehr schwer zu spannen ist, da nehme ich mich nicht aus.
Richtig! Ich sehe daher den Mittelstand und seine Beschäftigten (auch als wieder heranzubildendes Bildungsbürgertum), die nicht nur die Masse der Steuerlast erbringen, sondern auch als die primär staats- und währungsdeckende Kraft an.
Leider läuft die aktuelle Politik wohl aus gutem Grund genau auf das Gegenteil, nämlich auf die schleichende und völlige Vernichtung mittelständischer Strukturen hinaus.
Gruß
Grek 1



Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen