Re: Geschäftsbanken und Gogos

Geschrieben von heli12 am 18.02.2007 11:34:00:

>Gogos und die Banken.
>Am Beginn der Vorarbeiten für die Gogos in Grand Forks wurden auch die Banken kontaktiert. Alle Kaufleute hatten angenommen, daß die Banken mit Freuden bei so einem lokalen Geld mitmachen würden und die ersten Kontakte waren auch vielversprechend. Dann wurde aber von Seiten einer Bankleiterin die Äußerung gemaht, daß die Bank sich da nicht beteiligen werde.
>Da lokales Bargeld ja keine Bank braucht, stellte das kein Problem dar und war im Gegenteil ein Grund mehr, die Sicherheit der Gogos gegen eventuelle Verbote zu verstärken.
>In Wörgl war gerade dadurch, daß Gemeinde und Bank beim Wörgler Geld die Hauptrolle spielten nach dem Verbot keine Möglichkeit mehr gegeben weiter zu machen.
>Besonders am Anfang werden, wie auch schon bewiesen kaum Gogos rückgetauscht werden und die wenigen Rücktäusche brauchen keine Bank als Wechselstube. Das kann jeder Kaufmann auf dem Prinzip der Hawalabanken tun. Genau so wenig sind Überweisungen bei einem lokalen Geld von Bedeutung und auch solche können nach dem Hawalaprinzip gemacht werden bis die Banken einsehen, daß ihnen da ein Geschäft entgeht.
>Gogos, für deren Ausleihung kaum jemand Zinsen zahlen würde brauchen auch keine Sparkasse. Das würde später die einzige Aufgabe der Banken neben der Kreditvermittlung sein, wenn sie Gogokonten führen werden. Goldschmiede und Pfandleiher können spielend die Rolle der Banken übernehmen, wenn es sich um umlaufgesichertes Bargeld dreht. Das sollten sich die Banken sehr gut überlegen.
>Geld, welches im Jahr, wie in Wörgl 500 mal umläuft hat gar keine Zeit für Banken und sie werden sich bemühen müssen, daß überhaupt eines den Weg zu ihnen finden wird.
>Umlaufgesichertes kaufkraftstabiles Gesellgeld, wie die Gogos, sind etwas anderes als das heutige Geld, welches den Banken einen Teil seiner Macht überträgt. Die Banken werden durch Gogos nicht überflüssig gemacht werden, aber sie werden viel ihrer Macht verlieren. Die Gogos werden sie zwingen, sie zu verleihen, wenn sie ihnen anvertraut werden.
>Die Banken werden nicht verschwinden, aber wenn das Geldstreikmonopol gebrochen ist, wird auch das Monopol mancher Banken ins Schwanken geraten, während die kleinen kundennahen Banken und Sparkassen davon profitieren werden.
Hallo Oldy!
Kannst du mir bitte erklären, wie man ein lokales Zahlungsmittel fälschungssicher machen kann? Hier in Klagenfurt gibt es einen Tauschkreis, für den ich vor ca. 3 Jahren mitgewirkt habe, Tauschscheine in Form von einfachen Zetteln zu kreieren. Anfangs war es möglich, dass die Bsitzer diese so gut wie fälschungsunsicheren Zetteln zur Kasse bringen mussten, um sie mit einem Datumsstempel für weitere drei Monate zu versehen. Die Laufzeit betrug demzufolge drei Monate und musste, um die Tauschbarkeit aufrecht zu halten, für weitere drei Monate verlängert werden.
Das Problem:
Nachdem ich zwei Jahre lang aufgrund verschiedener Umstände nur noch sehr wenig Kontakt zum Talente Tausch Klagenfurt, so nennt sich der Tauschverein, pflegte und jetzt erst wieder Erkundungen anstellte, wie es läuft, erfuhr ich, dass die Zahlungsgültigkeit der fälschungsunsicheren Zettelchen auf ein Jahr per Beschluss des Initiativkreises und auf Anregung so macher Mitglieder, verlängert wurde. Dass das auf längere Sicht nicht gut gehen kann,ist mir völlig klar.
Außer dem Initiativkreis, der aus fünf Mitgliedern besteht, erkundigt sich kaum ein Mitglied wie es mit dem Geldsystem steht. Zur Zeit sind es beinahe 70 Mitglieder. Sehr lobenswert ist, dass es gelungen ist, Kleinunternehmer, Gast- und Landwirte anzuregen, stärker mitzuwirken.
Ich fürchte aber, dass ohne ein fälschungssicheres Tuschpapier zu haben, das entweder wie in Wörgel mit der Zeit etwas an Wert im Laufe eines Jahres verliert, oder eine zeitliche Einschränkung alla Brakteatent bekommt, der Talente Tauschkreis Klagenfurt ein baldiges Ender erwarten darf.
Meine Frage lautet nun: Wie soll man ein wenigstens einigermaßen fälschungssicheres Tauschpapier kreieren und mit welcher Raffinesse ist es möglich, mehr Mitglieder für das Interesse des Geldsystems anzustecken?
Ich denke, dass nur das Bewusstsein zahlreicher Mitglieder das weitere Bestehen des Tauschkreises sichern kann. Da zahlreiche Mitglieder ungern die Bücher von Hannich usw. lesen wollen, versuche ich jetzt z.b. mit Hilfe einer DVD "Die Apokalypse des GELDSYSTEMS", ein 120 Minuten dauerndes Referat von Hans-Jürgen Klausner, Präsident der WEG-Genossenschaft, etwas mehr Lcht ins Dunkel zu bringen. Vielleicht gelingt es mir dadurch, Anregungen zum Lesen so mancher Infos zu geben.
Gruß Helmut



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