Freigeld und abzuführende Steuern

Geschrieben von Franz Joseph II am 20.02.2007 06:58:00:

>Das behaupten zwar Einige, aber die vielen Initiativen beweisen, daß viele Leute anders denken. Besonders Geschäftsleute die merken, daß das andere Geld nicht mehr zu ihnen kommt und die die leerstehenden Geschäfte derjenigen sehen, die schon aufgeben mußten und selber nicht mehr wissen, wie lange sie ohne Freigeld noch ihre Geschäfte weiter führen konnen.

Wie sieht es eigentlich mit Freigeld und den abzuführenden Steuern (MwSt., Lohnnebenkosten) aus? Werden die in Euros abgeführt, oder etwa gar nicht?
Wenn nicht, dann sieht das in erster Linie eher nach einem Steuerschlupfoch aus, anstatt einem erfolgreichen Experiment ...

>Es gibt auch schon einige Initiativen in denen Hunderte von Gewerbetreibende Freigeldgutscheine herausgeben und verwenden. Viele davon sind fehlerhaft konstruiert und kommen über Anfänge nicht hinaus und manche scheitern auch, aber, wie gesagt, gibt es auch schon einige, die sich ausbreiten und bald werden welche eine Größenordnung erreichen, daß sie beispielgebend sein können und dann wird niemand mehr sagen können, daß Freigeld überflüssig sei.

Da liegt wohl das größte Problem von Freigeldern: Sie sind menschengemacht, mit allen Unzulänglichkeiten.... und menschengemachtes Geld war mangels Disziplin leider nie von langer Dauer. Voltaire sagte schon, das "Papiergeld" immer zu seinem Brennwert zurückkehren würde ...
Ich hoffe, die Gogos etc. können das in Zukunft widerlegen, obwohl ich meine Gioldreserven nicht dafür verwetten würde ... (Weiters habe ich Bauchweh bei dem Gedanken, eine Geldmenge immer an eine Warenmenge anzupassen. Das klingt schon fast nach verordneten Brötchenpreisen der DDR. Nach welchem Schlüssel? Wenn einerseits mehr Schweine gezüchtet werden, aber die Kühe aussterben, bleibt dann die Geldmenge gleich? 1kg Kuh gegen ein Kg Schwein?)
Ich habe auch hier noch keine passende Antwort gefunden ...

>Besonders wenn in den Freigeldgebieten die Arbeitslosigkeit verschwindet und die Geschäfte aufblühen, während in den Gegenden ohne Freigeld entweder weiterhin Arbeitslosigkeit und Geschäftspleiten an der Tagesordnung sind oder eine Hyperinflation die Währung zerstört.
Regionalgeld ist gut und schön. Aber bei den heutigen globalen Rohstoff, Waren und Energieträgerströmen muß - wenigstens bis zur Verbreitung von Gogos bis nach Rußland, etc. - ein anderes Verrechnungsmittel im internationalen Zahlungsverkehr gefunden werden ... (Das war in Wörgl damals noch einfacher ...)
Wie kann ich z.B. bei einem Fabrikanten laufend Waren gegen Gogos tauschen, wenn dieser einen Großteil seiner Rohstroffe und Halbzeuge aus dem Ausland bezieht?
(Dienstleister spüren dieses Problem vielleicht weniger ....)
Nach einem Zusammenbruch der Weltwirtschaft mit Ihren Geld- und Warenströmen muß man sich wieder einschränken, und mit dem Vorlieb nehmen, was regional erwirtschaftet wird.... Hier wäre die Einführung einer neuer Verrechnungseinheit
für Waren etc. sicher leichter möglich ...
Geburtswehen einer neuen Währung....
FJ



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