Re: Widerlegung des Bundesbank-Beispiels zum Thema "Giralgeldschöpfung"

Geschrieben von Otto Lidenbrock am 20.02.2007 19:22:00:

Das ist ja gerade der Witz an der Geldschöpfung. An den Zentralbankguthaben der Banken hat sich nichts geändert, außer der Verfügungsgewalt, die von Bank A auf Bank B übergegangen ist. Bank A hat allerdings einen Kredit vergeben, der mit liquiden Zahlungsmitteln zurückgezahlt werden muss. Solange das Industrieunternehmen die 100.000 noch auf dem Girokonto hatte, war im Grunde noch nichts passiert, beide Seiten hätten sich auf eine Annulierung des Vertrages einigen können. Das Kreditkonto wäre gelöscht worden und die 100.000 wären vom Girokonto des Kunden verschwunden. Mit der Bezahlung der Rechnung des Rohstofflieferanten änderte sich die Situation. Das geschöpfte Geld wurde frei, als es auf dem Konto des Rohstofflieferanten ankam. Er hat Geld, liquides Zahlungsmittel, während das Industrieunternehmen die Schulden hat. Wenn die 100.000 liquides Zahlungsmittel, die nach der Transaktion auf dem Girokonto des Rohstofflieferanten bei Bank B liegen, angeblich die ehemaligen 100.000 Zentralbankguthaben der Bank A sind, wo waren dann vor der Transaktion die 100.000 liquides Zahlungsmittel? Es gab sie nicht, sie wurden von Bank A aus dem Nichts in die Welt gesetzt!



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