Re: Kredite höher als Einlagen? Nein.

Geschrieben von Pornjaroen am 24.02.2007 13:02:00:

>

>Herr Hannich
>>Ich werde mal anstelle von Francisco antworten, weil ich Ihren Beitrag gerade sehe.
>>Auf der Basis kann man doch nicht diskutieren, Francisco hat sämtliche möglichen Geschäftsvorfälle an Hand von detaillierten Buchungsbeispiele hier eingestellt und Sie sagen: "Wo sind die Fakten?" Es gibt keine besseren Fakten in der Betriebswirtschaft als unumstößlich richtige Buchungssätze
>>Ich versuche es ein letztesmal (ich hab' nämlich Wichtigeres zu tun, als laufend zu versuchen Unbelehrbare zu belehren):
>>Lesen Sie die Monatsberichte der Deutschen Bundesbank
>>z. B. Februar 2007
>>http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/monatsberichte/2007/200702mb_bbk.pdf
>>Dort Seite 92 Aktiva und Seite 94 Passiva aller MFIs
>>Volles Jahr z. B. 2005
>>Kredite an MFIs und Nicht-MFIs zusammen 2.276 + 3.407 Mrd
>>Passiva Seite 94
>>Einlagen nur: 1.569 + 2.225 Mrd
>>Das ist jetzt die Gesamtstatistik, nicht die komische Bank (deren Namen Sie nicht genannt haben) bei der angeblich die Einlagen größrer sind als die ausgereichten Kredite.
>>Dieser geniale Krümel der Barbar wird jetzt nur noch behaupten können, daß das Papier der BuBa geduldig ist und die Zahlen sicher getürkt sind :-)))))))))
>>Peter X


>Hallo Peter X!
>Ich habe gerade zum Thema Bankeinlagen/kredite im Nachbarforum folgendes gefunden. Geschrieben von Reinhard im Systemfehlerforum (Beitragsnr. 97838):
>"...Die gibt es im statistischen Anhang der Monatsberichte der Bundesbank (zu finden hier). Zum Beispiel von Seite 82ff (Seite 10* des Anhangs) dieses PDF-Dokuments kann man für Ende Dezember 2006 folgende Zahlen entnehmen für das konsolidierte Banksystem der Eurozone:
>Passiv:
> 592 Mrd. Bargeld
> 7814 Mrd. Einlagen von Nichtbanken im Euro-Währungsgebiet
> 2585 Mrd. Schuldverschreibungen der Banken
> 4028 Mrd. Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Eurowährungsgebiet
> 1273 Mrd. Eigenkapital und Rücklagen
> 240 Mrd. Repogeschäfte mit Nichtbanken im Euroraum
> 613 Mrd. Geldmarktfondsanteile
> 2601 Mrd. sonstige Passiva
>-------------
>19747 Mrd. Summe (Abweichungen durch Rundung möglich)
>Aktiv:
>12929 Mrd. Kredite an Nichtbanken im Euro-Währungsgebiet
> 4687 Mrd. Aktiva gegenüber Nicht-Eurowährungsgebiet
> 2131 Mrd. sonstige Aktiva
>------------
>19747 Mrd. Summe (Abweichungen durch Rundung möglich)
>Man stellt nun zwar fest, dass die Einlagen geringer sind als die Kredite, aber dieser Posten "Schuldverschreibungen" sind nichts anderes als Kredite, die Banken selbst auf dem Kapitalmarkt aufnehmen, um mit den erhaltenen Mitteln dann wieder Kredite vergeben zu können; für Repogeschäfte (siehe Wikipedia) gilt Ähnliches."
>Na also, passt doch auf die Milliarde genau.
>MfG - M.Raptis
Hallo M.Raptis
Bingo kann ich da nur sagen. Aber wie sollte es auch anders sein. Aktiva und Passiva sind immer gleich hoch. Das mit den Schuldverschreibungen hatte ich in einer Antwort an Peter X auch schon erwähnt. Dies wurde aber von ihm gewissermassen abgeschmettert.
Stellen wir uns mal vor Geldschöpfung würde es wirklich geben, das heißt aus 10.000 Euro Einlage werden 50.000 Kredit.
Die Kreditnehmer heben ihre Kredite in Höhe von 50000 Euro bar ab und bringen es schon am nächsten Tag komplett wieder zurück und legen die 50.000 Euro in der Bank auf den Tisch, um den Kredit auszugleich. Derjenige, der die ursprüngliche Einlage getätigt hat kommt hinzu und nimmt davon seine 10.000 Euro wieder mit.
Es bleiben noch 40.000 Euro übrig.
Huch, was ist jetzt passiert? Wem gehören denn die 40.000 Euro. Der Bank vielleicht als Zinsgewinn oder oder muss das Geld in den Aktenvernichter, damit alles wieder seine Ordnung hat?
Ist jetzt die Gelschöpfungstheorie falsch oder wo ist mein Denkfehler?
Pornjaroen



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