Kontraproduktive Scheinwirtschaft und Sozialismus in der Ex-DDR: Flughafen Parchim

Geschrieben von Seriola am 10.09.2015 17:27:04:

Kontraproduktive Scheinwirtschaft und Sozialismus in der Ex-DDR: Flughafen Parchim
Wir haben uns mal den neuen Geister-Flughafen in Parchim angeschaut.
Schon die Anfahrt dort hin hat mich an die zerfallenden Teile von Detroit erinnert,
nur mit dem Unterschied, daß Detroit wegen dem Exodus zerfällt, während sich Parchim
im sogenannten Aufbau befindet und der Flughafen Parchim ein Neubau ist.

Die vielen nagelneuen Ausschilderungen "Flughafen und "Terminal" auf der Zufahrtstraße
sehen auf den ersten Blick ganz gut aus, daß war es aber auch schon.
Es paßt gar nicht zu den alten kaputten Straßen und den anliegenden
zerfallenden ehemaligen russischen Militärkasernen.
Die ehemals weiterführenden Abwege und Straßen zu den ehemaligen Russenkasernen wurden einfach
lieblos mit großen runden Betonblöcken verbarrikadiert, was aussieht wie in einem Kriegsgebiet.
Auf dem neuen Großparkplatz für hunderte Autos sprießt das Unkraut zwischen dem Asphalt
und Beton, weil dort niemals Autos parken.
Es ist ein neuer Geisterparkplatz neben einem neuen Geisterflughafen, wie mitten in die Walachei
hinein geschissen - alles neu, aber alles ungenutzt und alles ohne Sinn und Zweck, außer vielleicht
um ein paar Funktionären die Taschen zu füllen.
Fast alle neu gepflanzten Jungbäume dort sind oben kahl und tot.
Es schaut total ausladend, befremdend, frustrierend und furchteinflößend endzeitmäßig aus.
Man fragt sich was das soll???
Selbst wenn dort jemals Flugbetrieb wäre, vermitteln diese Anblicke definitiv kein Vertrauen und noch
weniger ein Gefühl von Sicherheit, wie man sich das als Fluggast (Fluggäste sind auch zahlende Kunden!)
auf Flughäfen wünscht. Angenommen es würde dort jemals zu Passagierflügen kommen, dann kriegen
die Passagiere schon vor dem Besteigen der Flugzeuge sicher ungeheure Angst, daß die Flugzeuge in
genauso desolaten zerfallenden Zustand sein könnten, wie alles außen herum.
Immerhin sind das Terminal und der Tower nagelneu - man fragt sich nur zu welchem Zweck und warum
und was das soll, wenn nur alle paar Wochen bis Monate ein Flugzeug dort startet oder landet.

Fazit: Alles in allem schaut es total endzeitmäßig aus, wie in dem Hollywood-Film
"Escape from New York" - nur das ist Reallive in Germany!
Ein Chinese hat es gekauft und sich die Super-Totgeburt subventionieren lassen.
Ab und an stellt er zwei bis drei chinesische Flugzeuge in der Größe 737 dort ab,
was den Eindruck erweckt, daß es sich hierbei eher um einen DDR-subventionierten
Flugzeug-Parkplatz für Chinesen oder einen freundschaftlichen Dienst unter alten
Freunden handelt.

Für mich nach meinen praktischen Erfahrungen stehen solche Formen irrationaler kontraproduktiver
Scheinwirtschaft und Sozialismus mitsamt Korruption und Betrug symbolisch für ganz Parchim.

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Trabantenstädte auf ehemaligen russischen Besatzungzonen
Wenn man zu DDR-Zeiten auf der ehemaligen B5 durch die DDR nach West-Berlin fuhr,
lag kurz vor der Grenze eine russische Militär- und Kasernen-Stadt.
Vor einem der Haupteingänge standen zwei monumentale Russische Tiger, die den großen
roten Stern mit Hammer und Sichel aufrecht hielten, als Zeichen der russischen Macht.
Dieses Bild kennt sicher jeder der die Strecke befuhr bzw jeder damalige Berliner.
Es wirkte imposant und bedrohlich und bestimmt sollte es so auch auf die Durchreisenden wirken.
Als die Mauer fiel wurden die Kasernen geräumt, bis zur Abtragung der Monumente dauerte
aber noch viele Jahre. Dann wurde alles komplett platt gemacht und mit Trabantenstädten bebaut
- z.B. "Dallgow-Döberitz"- beworben mit "Wohn-Paradies - ideal für junge Familien mit schönen
Kitas und Spielplätzen und guter Infrastruktur..."
Gute Infrastruktur in DDR-Deutsch heißt: riesiges Einkaufzentrum nach US-Art, zentral und
maximal-anonym an einem Autobahn-Kreuz auf ehemaligen UDSSR-Militärgelände gelegen.

Ein ehemaliger Kollege von mir ist mit seiner Frau und Baby dort hingezogen:
Reihenaus mit 3 Etagen und 120qm² Wohnfläche und 250qm Garten. - super günstig.
Das Kind hat im ca. 5. Lebensjahr Leukämie bekommen. Gleich anschließend bekam auch das 7jährige Kind
der Nachbarn Leukämie und dann immer mehr Kinder in der Gegend... Undzwar so viele, daß es plötzlich als
die Gegend mit den weltweit meisten Leukämie-Erkrankungen bei Kindern galt und Spezialisten aus aller
Welt anreisten, um es zu untersuchen.
Heute kann man gar nichts mehr darüber lesen, obwohl damals die Zeitungen voll davon standen und
es damals schon Internet gab und einige der international renommiertesten Experten dort Forschung
deswegen betrieben haben....
Ich weiß nicht mal wie es ausging und was der tatsächliche Grund war, weil irgendwann nichts
mehr davon geschrieben wurde und alle Archive dazu öffentlich nicht mehr einsehbar sind.
So wird das heute gemacht!
Es würde mich allerdings sehr wundern, wenn es nichts mit den ehemaligen Treiben der Russen auf
diesem Gebiet zu tun hatte. Keiner weiß was und keiner der dort heute neu hinzieht wird jemals
etwas darüber erfahren.
Vielleicht haben die Russen dort vor ihrem Abzug ihren Atommüll entsorgt?


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