Historisch betrachtet oder heute ..

Geschrieben von Beobachter-II am 29.09.2015 10:48:04:

> Wirtschaftlich Gesehen

Du meinst: historisch betrachtet - siehe unten.

> Faschismus ist Korporatismus also die Verschmelzung von Kapital und Staat.

Korporatismus ist ein möglicher oder sicherer Teilaspekt des Faschismus, nach meiner Definition. Vielleicht sollte ich lieber von "Neo-Faschismus" sprechen, wenn ich die heutigen Zustände beschreibe.

Eine juristisch-formale "Verschmelzung" braucht nicht gegeben zu sein; es reicht, wenn es zu einer "Verfilzung" kommt. Dies ist in der BRD seit WKII eindeutig der Fall, und zwar in zunehmendem Maße oder nur immer OFFENsichtlicher. Das Kapital finanziert schließlich ausgewählte etablierte Parteien und ihre Wahlkämpfe. Mittlerweile bedienen diese sich allerdings immer hemmungsloser und unverfrorener an dem Steueraufkommen des Staates (vgl. Parteienfinanzierung), um ihre Macht auf immer und ewig zu festigen.

> Nationalsozialismus ist historisch gesehen nicht ganz das Gleiche. Mussolini war der Prototyp des Faschisten. Danach kommt Franco.

Okay, das ist der historische Faschismus. Ich spreche aber von der neo-faschistischen Gesinnung auf der linken und rechten Seite heute in der BRD. Damit meine ich den repressiven Umgang mit Andersdenkenden .. der tendenziell vor nichts zurückschreckt.

> Hitler war meiner Meinung schon zu sehr Sozialist.

Meinetwegen. Weder Mussolini, noch Franco, noch Hitler sind mein Thema an dieser Stelle. Allerdings, sie waren alle drei Faschisten gemäß meiner Definition. Faschismus und Sozialismus schließen einander keineswegs aus: siehe die ehemalige DDR oder die UdSSR.

Gruß, Beo2


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