Warum Islam zu Deutschland gehört - Sachsen brauchen muslimischen Integrationskurs?

Geschrieben von Robert_B am 23.03.2016 15:41:49:


Warum gehört der Islam zu Deutschland? Und wer sagt das?


Schon GG-Art. 4 sagen das, die freie Ausübung einer Religion.
Aber auch die vielen eingebürgerten Muslime (Arbeitsmigranten), die schon seit mehreren Generationen hier leben, und dessen Großväter und Väter die deutsche Wirtschaft mit aufgebaut haben.

Und das ist übrigens bei DEM VOLK auch Konsens.
Dieses „Wir sind das Volk" ist doch eher eine verwirrte und verängstigte Minderheit und nicht DAS Volk und das ist auch gut so, (würde Wowereit jetzt sagen).
Aber auch für diese Minderheit müssen wir Verständnis haben, keine Frage, sie gehören nun mal auch zu Deutschland.

Ich könnte mir da einen staatlich geförderten sächsisch-muslimischen Integrationskurs vorstellen für diese Bürger (bspw. aus Sachsen). :-)
Zum Beispiel gemeinsame Wochenendausflug mit muslimischen Familien, Dialog-/ Kulturtage u.ä. , um Ängste und Vorurteile abzubauen und Toleranz aufzubauen.
Viele Sachsen leiden heute noch unter dem Traumata ihrer DDR-Diktatur.
Die politische Repression in der DDR führte nicht nur zur psychischen Traumatisierung, sie formte auch die Persönlichkeitsstruktur
http://www.aerzteblatt.de/archiv/35537

Warum sagt man nicht das die Araber zu Deutschland gehören? Warum soll es der Islam sein? Warum spricht man nicht von Menschen sondern von einer Religion?


Weil Konflikte und Vorurteile seitens Pegida und AfD überwiegend (und unsinnigerweise) über die pöhse pöhse Religion des Islams angeheizt werden (Polarisation Morgen- und Abendland u.a.).
Was noch um so unsinniger ist, da das monotheistische Christentum aus dem „Morgenland" stammt.
Aber generell sind kulturelle Konflikte oftmals von bestimmten Gruppen angeheizt. Siehe damals die Juden in Deutschland. So etwas wie eine ausgeprägte und pauschale Ablehnung der Juden (Antijudaismus ) gab es nicht. Das wurde den Deutschen (auch zwangsweise) eingeredet. Das gleiche passiert jetzt bei den Wirrköpfen in Sachsen - Antimuslismus ohne Muslime (Rettung des Abendlandes) was die große Mehrheit der Deutschen sowieso nicht ernst nehmen. Wichtig ist, dass man die perfiden Tricks durchschaut, die einige anwenden, wenn bespw. alle Konflikte beliebig unter ethnische/religiöse Konflikte subsumiert werden oder bewusst unterstellt wird, alle Muslime seien Christenfeinde, indem man immer und immer wieder Taten von Minderheiten bzw. negative Beispiele in den Fokus rückt, und somit ein falsches Bild verbreitet und Kulkturkämpfe anheizen will.


Europa hat seine Krisen gehabt, aber Europa hat es ganz bestimmt ohne Multikulti und Islam geschafft diese Krisen für sich zu lösen. Und Europa hat nie den Islam benötigt um sich zu entwickeln.


Darum geht es nicht, sondern um ein liberales Europa, wo jeder seine Religion und Kultur ausleben darf, ohne bevormundet oder diskriminiert zu werden, natürlich im Rahmen unserer Gesetze.
Wenn Beschneidung oder die Unterdrückung der Frau bspw. nicht zu unserem Verständnis von Menschenrechten passt, darf sie selbstverständlich verboten werden, da hat freie Religionsausübung dann ihre Grenzen.
Wenn die muslimische Frau aber freiwillig ihre Rolle einnehmen will, muss man auch das tolerieren.

Das staatliche Burkaverbot (falls die Frau das freiwillig trägt) halte ich übrigens für überzogen, da die Anzahl der Burkaträgr (incl. Touristinnen) insgesamt homöopathisch gering ist. Nur in öffentlichen Schulen, Ämtern oder auf dem Arbeitsplatz hat die nichts zu suchen. Es sei denn alle Arbeitnehmer des jeweiligen Unternehmens tolerieren das. Das ist dann ihre eigene Entscheidung.

Es geht auch generell um die Überwindung von kulturellen Kämpfen weltweit. Nur im Zusammenleben kann man gemeinsame Toleranz und Verständnis entwickeln. Das geht natürlich nur, wenn man Minderheiten nicht diskriminiert und ausgrenzt sondern auch in der Gesellschaft mitnimmt. Das gilt übrigens für beide Seiten. Wenn den Muslimen unsere westliche Kultur nicht gefällt, dann können sie ja ihre eigene leben, solange sie sich an unsere Gesetze und Gepflogenheiten halten und auch unsere Kultur respektieren

Soll doch der Islam den Europäern verdeutlichen warum er sich nach Europa hingezogen fühlt. Eingeladen wird er ja offensichtlich noch nicht.
Gruß


West-Europa (denn darum geht es hier ja) war wie gesagt schon immer ein Mulit-Kulti-Kontinent.

In Osteuropa hingegen, bspw. in Russland ( Nordkaukasus) reicht die Geschichte des Islams jedoch fast 1300 Jahre zurück und ist damit älter als die erste russische Staatsgründung an sich, aber das nur nebenbei.

Und was heißt „hingezogen fühlen"? Die meisten sind aus wirtschaftlichen Gründen hier oder weil sie in ihrem muslimischen Herkunftsländern verfolgt oder unterdrückt werden oder die Schnauze voll haben von autoritären Systemen.

Gruß

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