Unsinn - Im Parteiensystem sind die Grünen seit den 90igern zunehmend in die Mitte gerückt

Geschrieben von Gunnar am 23.03.2016 16:19:33:


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Zur Richtigstellung:

Es blieb den Realos auch nichts anderes übrig, um überhaupt als Minderheit mitregieren/mitentscheiden zu können, ansonsten wären sie reine radikale Protestpartei geblieben. Hohe Ideale und Protest reicht nun mal nicht, um überhaupt etwas gesellschaftlich zu verändern. Denn was die Masse will, heißt nicht unbedingt dass es gut ist. Also braucht man Machteinfluss, um auch als Minderheit gegen die Mehrheit etwas verändern zu können.
AfD und NPD stehen in meinen Augen für eine Politik des Gegeneinanders nicht des Miteinanders- aber mal sehen, wie sich das entwickelt.

Ursprünglich beinhalteten die Grünen eine ideologische Bandbreite, die von radikal linken bis hin zu völkisch-nationalen reichte. Auch bürgerlich-konservative Positionen waren im Gründungsspektrum der Grünen vertreten. In Hessen kam es dann erstmals zur Annäherung an die SPD (Koalition mit den „Realos"). Es kam dann auch zur Abschaffung des Rotationsprinzips.
Dann koalierte man sogar mit der CDU, um Einfluss zu bekommen (bspw.2008 in Hamburg, oder 2009 mit CDU /FDP im Saarland ).
Man kann durchaus bei den Grünen also schon von einer Partei der Mitte sprechen
Ansonsten sind sie überall vertreten, besonders in BW, Bremen, Berlin, Schleswig H., Nordh.Westf.,Niedersachsen, Berlin,Hessen.

Die radikalen „Fundis" hingegen waren Gegner des Establishments und deren Spielregeln - Parlamentarismus, Mehrheitsentscheidungen, Reform in kleinen Schritten, staatliches Gewaltmonopol.
Durch den Austritt von Jutta Ditfurth, Rainer Trampert und Thomas Ebermann normalisierten sich dann die Spannungen zwischen beiden Flügeln. Mal sehen, wie das die AfD hinbekommen wird.


Gruß

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.


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