Der beduinische Mythos der Herrschaftsfreiheit und der Solidarität unter Verwandten...

Geschrieben von Niederbayer am 06.04.2017 10:24:52:

.. kann zwar identitätsstiftend sein, doch ich wage zu bezweifeln, dass die Welt zukünftig eine Art "akephaler Stammesverband" mit Subsistenzwirtschaft und "verwandschaftlicher Beziehung" sein wird, wie es Gaddafi vorschwebte.

Es braucht möglichst eine Balance zwischen administrativer Macht, (liberaler) Subsidarität und gesamtgesellschaftlicher Solidarität, um zukünftige Weltprobleme zu lösen - ähnlich einem "organischen Staat" (im platon'schen Sinne), wobei allerdings die Organe und Zellen ständig in Wechselwirkung sind und die Organe und Zellen keine eigenen Wünsche, Wertvorstellungen und Interessen haben, dass sie einerseits nicht wie Individuen frei und verantwortlich handeln können, und dass der Staat andererseits keinen Willen hat, der nicht die Funktion des Willens wenigstens einiger der Individuen ist, die ihm angehören.

Jeder der aber meint, überlegene Ideen zu haben, die er der Gesellschaft aufzwingen möchte (Islam, Sozialismus, Kommunismus oder Mischungen daraus), damit es ihr (scheinbar) besser geht, ist relativ realitätsfremd. Denn genau diese Ideen sind diejenigen, die scheitern werden. Weil sie nicht angenommen werden und sich daher langfristig nicht durchsetzen.

Gruß

Vertraue nur deinem eigenen Arsch. Er steht immer hinter dir.


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