Ich stelle zwar Thesen auf..

Geschrieben von Niederbayer am 16.05.2017 09:56:55:


... im Gegenteil ... du behautest stetig Sachen ... ist wohl dein trick dies anderen vorzuwerfen ... ?


…begründe sie aber zumindest, so dass man die Gedankengänge zumindest nachvollziehen kann. Deine und Richards Kurzeiler hingegen müssen nicht nur für mich sondern für jeden Leser unverständlich und trollig herüberkommen. Es scheint so, dass Du nur Deine Meinung oder die Theorie von Gesell als heilig ansiehst. Wenn es inhaltlich in die Tiefe geht, wird es da aber eher mager wie es scheint.

Dass nicht JEDES Gut einen Markt und Preis braucht, ist völlig irrelevant in diesem Zusammenhang, weil es in dem Thema nun mal um Märkte geht. Was hingegen mit leistungslosen Einkommen gemeint war, wurde im anderen thread deutlich.

Auch mit der Hervorhebung des Unterschieds von Negativzins und ULG kann ich nicht nachvollziehen, inwiefern dieser Unterschied relevant wäre bzgl. meiner Aussagen im Beitrag.

[…]Geldumlaufgebühr wird auf liquide Mittel erhoben, sie hat auch mit dem Zins nichts zu tun - dennoch gleicht sie den Geldvorteil aus … der Markt kann funktionieren ohne Krise … danach kommen die Nullzinseffekte - die aber eher ein pendeln um die Null sind in einbem gesättigten Markt[…]

(Reale) „Negative Zinsen“ werden heute auch auf liquide Mittel erhoben - Entweder von Geschäftsbanken oder von der Zentralbank. Beides sind „Strafsteuern“ auf überschüssige Liquidität und unterscheiden sich vom Wesen her nicht sonderlich von der ULG auch wenn da Unterschiede bestehen, (Zinsen entstehen am Markt und ULG ist staatliche Strafgebühr) welche ich aber nicht als so relevant sehe. Die Relevanz konntest Du auch nicht schlüssig begründen. Zudem ging aus dem Beitrag hervor, dass nicht die Marktzinsen gemein waren.

Erhobene Einkommensteuer und Kapitalsteuer etc. gleichen übrigens ebenfalls „den Geldvorteil“ aus.

Warum deine Behauptung nicht aufgehen kann, dass die ULG (bei mir „Negativzins“ genannt) irgendeine bedeutende Lenkungswirkung der Liquidität haben könnte, hatte ich im Beitrag zumindest ansatzweise begründet.Und das kann man durchaus auch auf andere fiktive Märkte übertragen, bspw. dass Unternehmer trotz ULG den Liquiditätsvorteil nicht aufgeben und investieren werden, wenn das Risiko zu hoch ist.


Wenn man zu hohe Akkumulation und zu große Marktmacht verhindern möchte, geht das imho am effektivsten ex ante mit Kapitalbesteuerung und möglichst fairen Marktbedingungen.

Ich halte diese monetären Gleichgewichts-Modelle, wie Du sie auf Deiner Seite abbildest, für reine fiktive und platonische Modelle, welche uns heute nicht weiterbringen, ebenso wenig der neoklassische, monetaristische oder keynesianische Modellplatonismus, welche mit vereinfachten monokausalen Erklärungen und womöglich auch noch mit stationären Marktmodellen und homogene Märkten daherkommen und die realen Zustände und unterschiedlichen Verhalten und Interessen aber auch Rechtssysteme nicht berücksichtigen.

Es ist überhaupt fraglich, ob es generell eine »Marktwirtschaft« ohne Kapitalismus, ohne Banken und Börsen geben kann bzw. diese funktionieren kann.

Eine Akkumulation von Produktionsmitteln wirst du hingegen aber auch mit Steuern nicht verhindern können, denn selbst bei fairen Marktbedingungen werden sich „Platzhirsche“ auf dem Markt herausbilden, da „vollkommender Wettbewerb“ eine Chimäre ist. Zudem haben Staaten selbst auch Interessen und werden keinen „ Manchesterkapitalismus“ zulassen. Es stellt sich die Frage, ob „gnadenloser“ Wttbewerb überhaupt noch eine Antwort sein kann für die Zukunft.

Gruß

Vertraue nur deinem eigenen Arsch. Er steht immer hinter dir.


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