Der Kapitalismus hat mehr Armut beseitigt als neu erzeugt

Geschrieben von Niederbayer am 14.05.2017 16:19:30:


Die Wachstumshysterie wurde weltweit, und in den Industriestaaten insbesondere, nötig, weil der Kapitalismus im Vorfeld die Grundbedingungen für ein natürliches und selbstbestimmtes Leben zerstörte. Stichwort "Ursprüngliche Akkumulation". Der Kapitalismus hat erst den Menschen enteignet und an den Rand der Existenz gedrängt, um ihn danach in vielen Jahrzehnten wieder mühsam aufzupäppeln. Der Kapitalismus hat sich, ohne gefragt zu werden, mit seinem Wachstumszwang in die Gesellschaft gedrückt.

Das weltweite Wachstum der Industriestaaten hat in den unterentwickelten Staaten für noch mehr Leid gesorgt. Wenn Europa z.B. Milch nach Afrika liefert bricht bei dieser Konkurrenz der afrikanische Markt vollends zusammen.

Die Tatsache, das dem allgemein angestrebten Wachstum ein mehr als kaputtes Geldsystem entgegensteht, die Wirtschaft im Prinzip nur noch für eine Chimäre produziert, macht diesen Wachstumsfirlefanz noch abstruser.

Der Luxus auf der einen Seite ist immer auch ein Verlust auf der anderen....


Das sind nun mal die Fakten. Zudem hat sich die Lebenserwartung der Alten erhöht und die Kindersterblichkeit ging zurück. Bildungschancen haben sich insgesamt erhöht und Demokratie zugenommen (bspw. seit den 80igern)

Was nicht heißt, dass deine Einwände nicht berechtigt wären und diese ebenfalls existieren. Man sollte sich aber nach den absoluten Zahlen richten

Wir haben auch kein „kaputtes Geldsystem“ (was immer Du darunter verstehst) das ist mehr Propaganda als alles andere. Geh mal nach Venezuela, da erlebst du ein kaputtes Geldsystem :-)

Unser Geldsystem hat schon lange eine relativ stabile Kaufkraft. Das ist entscheidend. Zudem ist unser Mischsystem (exogen und endogenes Geld) sehr flexibel. Was Du anprangerst sind eher die Finanzkronstrukte (Reregulierte Finanznmärkte)

Gruß

Vertraue nur deinem eigenen Arsch. Er steht immer hinter dir.


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