Thatcher betrieb eher eine angebotsorientierte Politik

Geschrieben von Niederbayer am 18.05.2017 14:39:42:


Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik findet man in keinem westlichen Land außer Deutschland.
Weder Thatcher in GB hat es zustande gebracht, noch Frankreich mit Hollande.
GB ist weniger produktiv geworden, seine Autoindustrie praktisch liquidiert. Frankreich verlor seine Weltmarktanteile.

Die USA setzen heute noch auf Keynes. Interessanterweise ist die deutsche Wirtschaftspolitik für Osteuropa falsch.
Die brauchen nach dem Kommunismus eine nachfrageorientierte Politik.

Für mich steht fest, der Euro scheitert an Deutschland und an TARGET2!




Sie brach die Macht der Gewerkschaften, konsolidierte den Staatshaushalt (bei gleichbleibenden Staatsausgaben), verbesserte die Bedingungen für Unternehmensgründungen (Bürokratieabbau), senkte massiv die Unternehmens- und Einkommenssteuern, privatisierte die Staatsbetriebe und senkte die Inflationsrate (á la Monetarismus).

Dass Thatcher trotz deutlich gesunkener Steuersätze die Schulden abbauen konnte, liegt am deutlichen Wachstum des BIP in 1979-1990.

Sie hat auch die britische Industrie nicht wirklich zu Grabe getragen, denn im Vergleich zu den 70er Jahren ist die Entwicklung der Industrie im Schnitt kaum zurückgegangen:
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/bild11tafsjupk2l.png

Es waren eher ihre Nachfolger (John Major und Tony Blair), die aus Großbritannien einen Finanzmarktplatz machten, in dem die Industrie immer mehr an Bedeutung verloren hat. Thatcher hat die Entwicklung der Finanzindustrie befördert, doch sie wollte nicht gleichzeitig die Industrie abschaffen.

Gruß

Vertraue nur deinem eigenen Arsch. Er steht immer hinter dir.


Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen