Die hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat nichts mit den Löhnen zu tun

Geschrieben von Niederbayer am 18.05.2017 18:03:34:


Lohnzurückhaltung ist demnach sinnvoll. Wenn Target2 nicht ausgeglichen wird kann der Deutsche letztendlich die eigenen Produkt bilanzieren, der er vorher unter der Prämisse der Lohnzurückhaltung hergestellt hat.

Die Länder mit Lohnzurückhaltung verfolgen oftmals die Idee des Merkantilismus. Deutschland fährt derzeit eine ähnliche Schiene und versucht ebenfalls mit dem Export Gewinn zu machen, dabei mit niedrigen Löhnen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine andere Theorie (Unterkonsumtionstheorie) vertritt genau die gegenteilige Meinung. Bei zu niedrigen Löhnen zerstört sich die Wirtschaft den eigenen Absatzmarkt.....

Theorie hin oder her.....irgendjemand muß letztendlich den ganzen Industrieschrott kaufen, ohne den Käufer am Ende der Kette geht es eben doch nicht.


Das ist auch so ein Märchen, was die Keynesianer (ganz vorne weg Heiner Flassbeck) verbreitet haben.
Die hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ist nicht-preislich. Deutsche Produkte verkaufen sich halt auch, wenn sie teurer sind. Zu vielen deutschen Exporten (bspw. Investitionsgüter wie Maschinen und Autos) gibt es auch keine ausreichenden Alternativen mit guter Qualität.

Und selbst, wenn wir höhere reale Löhne gehabt hätten,wäre nicht ausgemacht, dass die Leistungsbilanzdefizite entscheidend geringer wären und das wir dann alle wie verrückt griechische oder französische Produkte kaufen. Ganz abgesehen, dass höhere Löhne auch zu höheren Sparanstrengungen führen.
Die Probleme der Leistungsdefizite sind in den Defizitländern selbst zu suchen

Gruß

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