Die Targetsalden sind nur buchtechnische Spielereinen auf der Notenbankebene

Geschrieben von Niederbayer am 18.05.2017 18:24:05:


Lohnzurückhaltung ist demnach sinnvoll. Wenn Target2 nicht ausgeglichen wird kann der Deutsche letztendlich die eigenen Produkt bilanzieren, der er vorher unter der Prämisse der Lohnzurückhaltung hergestellt hat.

Die Länder mit Lohnzurückhaltung verfolgen oftmals die Idee des Merkantilismus. Deutschland fährt derzeit eine ähnliche Schiene und versucht ebenfalls mit dem Export Gewinn zu machen, dabei mit niedrigen Löhnen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine andere Theorie (Unterkonsumtionstheorie) vertritt genau die gegenteilige Meinung. Bei zu niedrigen Löhnen zerstört sich die Wirtschaft den eigenen Absatzmarkt.....

Theorie hin oder her.....irgendjemand muß letztendlich den ganzen Industrieschrott kaufen, ohne den Käufer am Ende der Kette geht es eben doch nicht.


Ich würde diesen Salden nicht allzuviel Wert beimessen wollen. Denn die Exporteure haben ihre Giralgutschrift längst gutgeschrieben bekommen auf ihren Bankkonten
Ob sie dann weniger Kaufkraft hätten, wenn ein Defizitland aussteigt, ist doch sehr zweifelhaft.

Zudem würden Länder, die den Euro verlassen, Devisen oder Staatsanleihen liefern müssen, um die Salden bzw. die Aktiva ggü. der EZB auszugleichen. Es würde da also auf Notenbankebene sicherlich eine Lösung geben.

Viel wichtiger sind doch die privatrechtlichen Forderungen ggü. einem Staat oder ausländischem Unternehmen und nicht die Notenbankebene. Auf der privaten Ebene spielt sich heute die Wirtschaft überwiegend ab.

Vertraue nur deinem eigenen Arsch. Er steht immer hinter dir.


Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen