Es ist Ersatzreligion

Geschrieben von Dieter68 am 26.07.2017 14:37:34:




Mit Veränderung meinte ich nicht hin zum „Verschwörungstheoretiker“.
Das sind meist professionelle Autoren


Es geht nicht darum, dass Du Autor wirst. Es geht darum, ob eine Verschwörung für Dich einzige Erklärung für einige Beobachtungen (z.B. 9/11) ist.
Damit bist Du dann VT-ler.


Auch bei 9/11 gibt es keine eindeutigen Beweise für eine VT. Es gibt lediglich physikalische Unklarheiten, welche man im Nachhinein aber nicht mehr klären kann. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir (nach Abwägung aller Fakten) dass es ein paar wenige Mitwisser im Geheimdienst gegeben haben könnte, mehr aber auch nicht.
Wozu also starr daran festhalten? Zumal man das angebliche Ziel (bspw. in Afghanistan einzumarschieren) hätte leichter und unkomplizierter erreichen können und nicht mit so einem riskanten Unterfangen

Viel zur Faktenverdrehung beigetragen hat das Machwerk Loose Change
 04/2005 
– fiktive Geschichte aufgemacht als Reportage 
– suggestive Gestaltungsmittel z.B. nachgesprochene Als-ob-Szenen 
– Fiktion und Realität werden munter vermischt
 – enthält haufenweise Tatsachen-Behauptungen, die schon vor 2003 widerlegt waren
 – konstruiert einen Kontext, der nirgends bewiesen wird (verdächtige Vorfälle, frühere Anschläge) 
– haufenweise schlecht begründete Vermutungen (gefälschte Handygespräche) u.v.a.m.

Auch D. Ganser war für mich nicht seriös. Er hat - abgesehen von seinen früheren Forschungen zu den Stay Behind-Strukturen der NATO und seiner darauf aufbauenden indirekten, deduktiven und spekulativen Argumentation - keine eigenen Forschungsergebnisse zu 9/11, er hat nichts untersucht und nichts herausgefunden, was sich unterdrücken ließe, er läßt nicht einmal eine seriöse Forschungsintention erkennen. Er ist da als Verschwörungspropagandist auf den Zug aufgesprungen.


Übrigens ist das keine Religion, sondern ein Nicht-Religion. Und zwar in dem Sinne, dass VT-ler nicht mehr an die Religion glauben, die heutzutage die meisten Anhänger hat (ca. 90%, so wie früher in Bayern die Katholiken), Du gehörst auch dazu: der praktisch bedingungslose Glaube an das, was die Medien berichten.


Kommt auf die Betrachtungsweise an. Ich denke, für viele ist es eine Art Ersatzreligion geworden. Und nur weil ich nicht die MSM kritisiere und mich im Kanon der „Lügenpresse“ einreihe, heißt dass nicht, dass ich alles unhinterfragt hinnehme bzw. dein Zirkelschluss ist, dass jeder, der die alternativen Medien kritisiert ein Gläubiger der MSM ist


ich glaube, Du wirst dem nicht ins Auge schauen können. Angst.


Unsinn. Angst habe ich manchmal vor vielen einfachen Dingen im alltäglichen Leben aber nicht vor einer Verschwörung.
Die Angst ist nicht die vor der Macht der Verschwörung, sondern die Angst vor dem eigenen Ich, also davor, 80% seines Weltbildes überdenken und ggfs. neu konstruieren zu müssen.
K.

Trifft aber nur auf die zu, die ein festgezurrtes Weltbild haben. Ich könnte auch umgekehrt behaupten, das trifft auf viele hier zu. Denn haben sie kein Schwarz-Weiß-Muster und Feindbild mehr und keine einfache rationale Erklärung, bekommen sie Angst.


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