In Bezug auf die Hohenzollern gebe ich dir vollkommen Recht

Geschrieben von horus am 04.10.2017 20:14:53:

Ich halte weder etwas von den Hohenzollern, noch von den Habsburgern. Beide Familien stammen, wie die Staufer, aus dem Herzogtum Schwaben und haben sich im 14.u.15.Jh. in Österreich und Brandenburg an die Macht geputscht.
Ich gebe dir aber Recht, dass die Hohenzollern besonders unangenehm waren. Nicht umsonst nennt Lessing Preußen das sklavischte Land in Europa.
Sie benutzen auch mit am längsten die jüdische Symbolik.
Und weil es gerade passt, zwei Gedenkmünzen aus dem schlesischen Krieg.
https://books.google.de/books?hl=de&id=dGdLAAAAcAAJ&dq=brandenburgische+m%C3%BCnzbelustigungen&jtp=397

Die angebliche Religionstoleranz in Preußen zu Zeiten der Aufklärung beschränkte sich deshalb auch nur auf Religionen, die die Monarchie nicht in Frage stellten.
Sehr schön zu sehen am Religionsedikt von 1788, das alle Personen ächtete die dem "Mystizismus" anhingen. Ab 1791 kontrollierte sogar eine Kommission die Bürger auf ihre Gesinnung, zur selben Zeit wurde aber den Juden das volle Bürgerrecht zugestanden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Itzig

Die Isenschnibbe in Gardelegen wurde 1784 abgerissen. (Ich werde die besondere Bedeutung dieser Burg später noch genauer darlegen)
Ab 1783 wird der Drömling, ein großes Sumpfgebiet westlich von Gardelegen, "urbar" gemacht. Dies hat zur Folge, dass der Hopfenanbau in Gardelegen schweren Schaden nimmt. Die Stadt war früher über die Grenzen von Deutschland hinaus für seinen Hopfenanbau berühmt.
Zur selben Zeit wird der riesige Stausee südlich der Stadt abgelassen und die Gardelegener Heide in Colbitz-Letzlinger Heide umbenannt. Wer von beiden Namen noch nichts gehört hat, die Heide beherbergt heute einen der größten Truppenübungsplätze in Mitteleuropa und ist größer als die Lüneburger Heide.
Wenn man die Handlungen geschichtlich einordnet dann fällt auf, dass 1776 die amerikanische Revolution in die Unabhängigkeit der USA mündete und 1789 die französische Revolution begann.

Der Josephinismus ist auch aus meiner Sicht nicht wirklich toll gewesen.
aus wikipedia: Leitsatz „Alles für das Volk; nichts durch das Volk“
"In staatskirchenrechtlicher Perspektive stellt der Josephinismus nämlich den Versuch dar, die geistliche Autorität der Kirche völlig in den Dienst der Monarchie zu stellen."
https://de.wikipedia.org/wiki/Josephinismus

Die Österreicher verzichten allerdings schon relativ früh auf jüdische Symbolik und gingen zur urchristlichen über.
https://books.google.de/books?id=34DvMyf6hwQC&pg=RA2-PT399&focus=viewport&dq=editions:4zbuT4XM71UC&hl=de
https://books.google.de/books?id=34DvMyf6hwQC&pg=RA2-PT157&focus=viewport&dq=editions:4zbuT4XM71UC&hl=de

Wobei das auch nur ein Zwischenspiel war, dazu muss man sich nur die k.u.k. Uniformen ansehen.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a0/Zugsführer_im_k.u.k._InfRgt_82.png


https://de.wikipedia.org/wiki/Hoffaktor#Wien

https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Oppenheimer
https://de.wikipedia.org/wiki/Samson_Wertheimer
https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_d’Aguilar
https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Arnstein


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