Gleichheit und Freiheit

Geschrieben von Falkenauge am 19.10.2017 08:09:43:


Als Ratgeber verstand sich Tocqueville, der davor warnte, dass der Weg der Demokratie ebenso in die Unfreiheit wie in die Freiheit führen könne.
Unwillkürlich liebten die Menschen die Freiheit - das wesentliche und ständige Ziel ihrer Wünsche aber war sie nicht.
Gefährdet wurde die Demokratie durch eine "entartete Gleichheitssucht, die die Schwachen reizt, die Starken auf ihre Stufe herabzuziehen;
sie verleitet die Menschen, einer Ungleichheit in der Freiheit die Gleichheit in der Knechtschaft vorzuziehen".
Die Gleichheit, so Tocqueville, kenne Schmeichler aller Art, aufrechte Ratgeber habe sie nicht.

Mehr: https://www.welt.de/politik/article3558442/Er-sah-die-Herrschaft-der-Wirtschaft-ueber-die-Politik.html


Abstrakt begrifflich schließen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit einander aus. Das weist schon darauf hin, dass sie ihrem Wesen nach unterschiedlichen Ebenen angehören und je eigene Geltungsbereiche haben. Sie dienen verschiedenen Wesensgliedern des Menschen: die Freiheit der Seele, die Gleichheit dem Geiste (dem Ich) und die Brüderlichkeit dem Leibe. Das heißt, überall, wo der Mensch mit anderen in Beziehung tritt, benötigt er für seine Seele zur Entfaltung ihrer Erkenntnis- und Handlungsfähigkeiten Freiheit, zur Wahrung der Integrität und Würde seines Geistes Gleichheit und zur Befriedigung der durch seinen Leib entstehenden Bedürfnisse Brüderlichkeit.

Daher hat die Freiheit im Erkenntnistreben des geistigen Lebens und in den aus der Erkenntnis hervorgehenden Handlungen ihren Geltungsbereich, die Gleichheit im staatlich-rechtlichen Leben und die Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben.
Näher dazu:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/08/11/wo-sind-freiheit-gleichheit-bruederlichkeit/


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