Ein Märchen.

Geschrieben von Phil H. am 31.03.2018 13:35:20:

Was liegt der Auferstehung des Lazarus zugrunde?

Ein Märchen.
Man kann lange diskutieren, ob die rote Schleife schuld war, daß der Wolf das Rotkäppchen gefressen hat, oder das Rotkäppchen den Wolf gereizt hat, oder ob der Bauch des Wolfs groß genug war, oder ob ein Wunder geschehen war, daß der Wolf das Mädchen verschlingen konnte usw.
Man sollte halt wissen, dass es "nur" ein Märchen ist, und dass eine Diskussion darüber zwar möglich ist, aber letztlich fiktiv ist und in letzter Hinsicht sinnlos.
Viele Gläubige vergessen das.
Aber man kann einem Hypnotisierten nicht mit Argumenten kommen. Es ist sinnlos, einem Hypnotisierten, der meint er sitze in einem Porsche, zu sagen er sitze in Wahrheit auf einem Bobbycar.
Natürlich gab und gibt es Einweihungsriten, gerade im alten Ägypten. Vom Lazarustext auf einen Ritus zu schließen, das schaffen nur Christen. Ich kenne Theologen, die machen aus schwarz weiß und aus weiß schwarz.
Johannes spricht ja immer vom Neu-geboren-werden und meint offenbar immer nur "die Welt aus einer anderen Sichtweise sehen". Siehe auch das nächtliche Gespräch Jesus mit Nikodemus.
Natürlich gibt es den Zustand des Scheintodes, und ebenso Nahtoderlebnisse.
Daraus kann man immer zurückkommen, sofern die Silberschnur noch mit dem Körper verbunden ist. (Die meisten Menschen mit Nahtoderlebnissen sehen von sich zu ihrem Körper eine filigrane Silberschnur verlaufen).
Erst wenn diese Silberschnur durchtrennt ist, dann ist kein Leben in diesem Körper mehr möglich, und dann ist man real tot (körperlich! Geistig ist man nie tot)
Eine körperliche Auferweckung eines real Toten gibt es nicht, genau so wenig wie leibliche Himmelfahrt, Jungfrauenzeugung, Wasser zu Wein....
Kranke (spontan) heilen, das ist hingegen sehr wohl möglich. Das ist aber kein göttliches Wunder sondern durch geistige Kräfte erklärbar, Suggestion, Resonanz, mit der Hilfe von feinstofflichen Wesenheiten usw.
Im Übrigen gab es ein Christentum schon vor dem Jahre 0 / 1. Das Wort Christ kommt vom ägyptischen Wort KRST, das bedeutet Krokodilfett, mit diesem Fett salbten sich die ägyptischen Magier und Anhänger des Horus. Wie ja auch die "Madonna mit dem Kinde" auf Isis mit dem Kinde Horus zurückgeht.
Kaiser Vespasian beauftragte im Jahr 80 den Josephus Flavius, ein "Evangelium nach Markus" zu schreiben. In dieser Geschichte wurde das vergangene Wirken eines jüdischen Messias beschrieben, in dem - in Anlehnung an die vorchristlichen "Christen"- ein Gott zur Erde niederkam, litt, getötet wurde und danach in den Himmel fuhr.
Josephus verband diese Mythen des Krst / Christus geschickt mit seinem kaiserlichen Auftrag: die Juden sollten ihren Glauben an einen kommenden militanten Messias aufgeben. Und sie sollten vor allem den wahren Charakter dieses vergangenen Messias sehen: ein friedliebender steuerzahlender Pazifist, der die andere Wange hinhielt, und der den Römern wohlgesonnen war.
Ausgehend von diesem ersten Evangelium erweiterten Matthäus und Lukas diese Geschichte um jüdische und soziale Anliegen, und steigerten die Wundertätigkeit Jesu immer mehr (wo Jesus einen heilt, da heilt er bei Matthäus zwei, bei Lukas "alle", usw), bevor dann Johannes sein Evangelium schuf. Bei Johannes spielt die reale historische Person keine Rolle mehr. Hier in diesem Märchen ist Jesus ganz der vergöttlichte Heiland.
Mann KANN über Inhalte von Märchen diskutieren, aber es sollte einem klar sein DASS es ein Märchen ist.


Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen