Der Flächenbrand weitet sich bedrohlich aus

Geschrieben von Phil H. am 23.05.2018 07:37:21:

23. Mai 2018

Die türkische Lira stürzt bedrohlich ab und könnte den Euro mit sich reißen. Auch Argentinien und Brasilien stehen währungstechnisch im Feuer. Droht die nächste Finanzkrise?

Von Michael Mross

Bewegungen an den Währungsmärkten gelten in der Regel als treffsicherer Indikator für zukünftige Krisen. Und was sich derzeit am Horizont abzeichnet sieht alles andere als gut aus.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit breitet sich ein Währungsbrand in Südamerika aus. Der argentinische Peso entwertet sich von Tag zu Tag. Das Land steht mit dem Rücken an der Wand und der Flächenbrand weitet sich bedrohlich aus: Auch der brasilianische Real ist zum Abschuss freigegen und die Währungen anderer Länder in Südamerika geraten bedrohlich ins Wanken.

Währungsabwertungen sind tödlich für das Bankensystem - weil dann Schulden nicht mehr zurückgezahlt werden können, die oft in Dollar gemacht worden sind. Folge: Unternehmenspleiten, Banken bleiben auf den Schulden sitzen - Bankenkrise.

In Sachen Währungskrise muss man aber nicht bis nach Südamerika schauen, denn es brodelt vor der Haustür:

Eine besonders bedrohliche Situation zeichnet sich in der Türkei ab. Die türkische Lira hat im Verlauf des letzten Jahres 30% an Wert verloren und wertet praktisch jeden Tag weiter ab. Das ist an Dramatik kaum zu überbieten. Denn die Türkei gehört zwar nicht zum Euro ist aber über die kommunizierenden Röhren des Finanzsystems direkt mit Resteuropa verbunden.

Und mitten drin dabei: Viele Geldhäuser der Euro-Zonen-Südschiene. Das ist wohl auch mit ein Grund, warum der Euro in letzter Zeit abschmierte: Wegen Sippenhaft.

Die Rechnung ist einfach: Kippt die Türkei, fällt die Eurozone hinterher. Eine Bankenkrise wäre unausweichlich und damit eine neue Finanzkrise.
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http://www.mmnews.de/wirtschaft/68175-tuerkei-vor-kollaps


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