Rozalia Luksenburg (ihr wahrer Name)

Geschrieben von Phil H. am 02.06.2018 06:13:29:

Am 16. Mai 1898 traf Luxemburg um 6.30 Uhr morgens mit dem Schnellzug in Berlin ein. Sie mochte weder die Metropole Preußens, die vor Vitalität und Selbstbewusstsein förmlich explodierte, noch die Deutschen, die Kaiser Wilhelm II. zujubelten und dem Imperialismus anhingen. "Ich hasse sie aus ganzer Seele", schrieb sie an Jogiches, "es soll sie der Schlag treffen."

Ganz kleinbürgerlich träumte sie, die weitgehend vom Geld ihrer Männer lebte, von einem geordneten Leben ohne Politik

Auch Luxemburg beschimpft Parteifreunde als "Feiglinge" oder "Seuche" und wollte Opponenten "zerschlagen" und "vernichten". Über einige ihrer Gegner schrieb sie 1909 in einem Brief, man müsste sie "ohne Umstände erschießen".

Im Gefängnis rechnete Luxemburg mit ihrer Partei ab. Sie kanzelte die Genossen als "Schildknappen des Imperialismus" ab, als "Haufen organisierter Verwesung" und "Hunde", die den "wohlverdienten Fußtritt bekommen" müssten (Pietät??)

Besonders friedlich wäre es in einem Sozialismus à la Luxemburg kaum zugegangen. Sie lehnte das nationale Selbstbestimmungsrecht ab und wollte den neu gegründeten Staaten wie Polen oder Georgien sofort "den Hals umdrehen".

Sie schrieb das Programm, wollte Widerstand "mit eiserner Faust und rücksichtloser Energie" brechen. Dem politischen Gegner gelte "das Wort: Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust".

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15433376.html


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