So, nun lässt sich erkennen: Es ging der CSU also doch nur um Profilierung...

Geschrieben von Maja am 18.06.2018 13:29:20:

Thema erledigt, wir können raus zur Garten-Grill-Party, der Wetterbericht ist auch gut

... im taktisch eingenommenen Windschatten der Bilderberger-Tagung. Man bekommt
ein paar Zugeständnisse, die es ohne unionsinterne Rebellion nicht gegeben hätte, um
wenigstens ein bisschen der Selbstverständlichkeiten, die an Staatsgrenzen gelten sollten,
durchzusetzen. Sodann wird ein Teil des Wählerpotenzials halbwegs beruhigt zurückkehren,
so glaubt man. Und viele mit Arbeit und Privatkram stark beschäftigte Nebenbei-Konsumenten
der Nachrichten, hoch anständige Bürger im selbst gewählten Hamsterrad, werden es tun!

Fake-News? Real news!

Und wer hat es gestern Abend schon angezeigt? Die Dickschiffe der Springer-Presse.
Bilderberg wollte also nur Korrekturen, Nachjustierungen. Bilderberg hat gemahnt. Ach so.

Große Neuigkeiten: abgesagt

Nach dem, was aus der CSU-Vorstandssitzung des Montagmorgen, 18. Juni 2018, durchdringt
(also durchdringen soll), bekommt die Kanzlerin ihre "Zwei-Wochen-Frist"
bis zur parlamentarischen
Sommerpause, der Sommerferien-Auszeit und dem ablenkenden Höhepunkt des bekannten
großen Fußball-Turniers. Diese Frist aber ist, wie bekannt, die Absage jedes scharfen Wechsels,
etwa eines Fraktions- oder Koalitionsbruchs, eines Kanzlerrücktritts, eines Innenminister-Raus-
schmisses. Taucht das Wort "Zwei-Wochen-Frist" als von der CSU akzeptiert in den Meldungen auf,
weiß man: Merkel bleibt. Von Seiten Deutschland zumindest bleibt alles, moderat angepasst, mit neuen
Stempeln versehen, im Großen und Ganzen: wie es ist. Man hat ein paar Tage hoffen dürfen. Jeder Teil
des Publikums wird mit den News gesättigt.

Ein bühnenreifer Ablauf

Wie passend, dass die Fußballvertretung des Landes gestern, wie um die Spannung vor den
heutigen Sitzungen zu steigern, die Angstlust der Massen mit einer Infragestellung des Gewohnten
(die erste Auftaktniederlage seit 36 Jahren) hat befriedigen können. Eine neue Zeit - äh, lieber nicht.
Jetzt haben wir uns genug vor Veränderung gefürchtet und wollen auch nicht mehr das Aus in der
Vorrunde.

Nun würde es passen, wenn die gegen Schweden und Südkorea gewinnen, Und dann gegen
Brasilien, da dürfte man ja verlieren, das wäre im Rahmen des Normalen.

Ich gehe jetzt einkaufen für die Garten-Party.


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