Republikaner Graham »Das Abscheulichste, was ich in meiner Zeit in der Politik je erlebt habe«

Geschrieben von Richard am 28.09.2018 16:47:17:

Republikaner Graham über die Kavanaugh-Anhörung des US-Senats: »Das Abscheulichste, was ich in meiner Zeit in der Politik je erlebt habe«

Senator Graham EXPLODES at Durbin at Kavanaugh Senate Hearing of Dr. Ford Accusation in Testimony

https://youtu.be/iKmOMOxQPB4?t=6m27s

https://twitter.com/twitter/statuses/1045561243732340736


Graham: »Ist Ihnen bewusst, dass um 9:23 Uhr am Abend des 9. Juli, dem Tag, an welchem Sie durch Präsident Trump für das Oberste Gericht nominiert wurden, Senator Schumer 23 Minuten nach Ihrer Nominierung sagte:

“Ich stelle mich Richter Kavanaughs Nominierung mit allem entgegen, was mir zur Verfügung steht und ich hoffe, dass eine parteiübergreifende Mehrheit dasselbe tun wird. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel für irgendwas geringeres.“

Sollte Ihnen dies nicht bewusst gewesen sein, so ist es dies jetzt.

Haben Sie sich mit Senatorin Diane Feinstein am 20. August getroffen?«

Kavanaugh: »Ich habe mich mit Senatorin Feinstein getroffen …«

Graham: »Wussten Sie, dass ihre Mitarbeiter Dr. Ford bereits einen Anwalt empfohlen hatten?«

Kavanaugh: »Das wusste ich nicht.«

Graham: »Wussten Sie, dass sie und ihren Mitarbeitern diese Vorwürfe bereits seit mehr als 20 Tagen vorlagen?«

Kavanaugh: »Zu dieser Zeit wusste ich das nicht.«

Graham [an Feinstein]: »Wenn Sie eine FBI-Untersuchung hätten haben wollen, dann hätten Sie zu uns kommen können. Was Sie tun wollen, ist das Leben dieses Mannes zerstören, den Sitz [am Supreme Court] unbesetzt halten und hoffen, dass Sie in 2020 [die Präsidentschaftswahlen] gewinnen. Sie haben das gesagt! Nicht ich.

[an Kavanaugh] Sie haben sich für gar nichts zu entschuldigen. Wenn Sie sehen, dass Sotomayor and Kagan [beides Richterinnen am Obersten Gerichtshof] sagten, dass Lindsey sagte: “Ohh…“, denn ich habe für sie gestimmt, würde ich ihnen niemals das antun, was Sie [zeigt auf Feinstein] diesem Mann angetan haben.

Dies ist die unethischste Heuchelei, seit ich in der Politik bin. Und wenn Sie wirklich die Wahrheit hätten wissen wollen, dann hätten Sie todsicher nicht das getan, was Sie diesem Mann angetan haben.

[an Kavanaugh]: Sind Sie ein Gruppenvergewaltiger?«

Kavanaugh: »Nein.«

Graham [fassungslos]: »Ich kann mir gar nicht vorstellen, was Sie und Ihre Familie durchmachen müssen. [an die Demokraten] Junge, Ihr alle wollt Macht, Gott ich hoffe, Ihr bekommt sie niemals. Ich hoffe, das amerikanische Volk durchschaut diese Augenwischerei.

Sie wussten darum und haben es zurückgehalten. Sie hatten keinerlei Absicht, Dr. Ford zu beschützen. Sie ist genauso ein Opfer, wie [an Kavanaugh] Sie es sind. Gott, ich hasse es zu sagen, denn die [zeigt auf die Demokraten] waren mal meine Freunde.

Aber lassen Sie mich Ihnen sagen, wenn es um dies hier geht, Sie wünschen sich eine gerechte Behandlung? Dann sind Sie zum falschen Zeitpunkt in die falsche Stadt gekommen, mein Freund.

Betrachten Sie dies als ein Bewerbungsgespräch?«

[Kavanaugh beginnt bestätigend zu antworten und wird unterbrochen]

Graham: »Sie gehen davon aus, dass Sie ein Bewerbungsgespräch durchgemacht haben!?«

Kavanaugh: »Ich durchlief einen Prozess der Beratung und Zustimmung gemäß der Verfassung, welcher …«

Graham [unterbricht]: »Würden Sie sagen, dass Sie durch die Hölle gegangen sind?«

Kavanaugh: »Ich bin … [zögert] durch die Hölle und ein Stück weiter …«

Graham: »Dies ist kein Bewerbungsgespräch.«

Kavanaugh: »Ja …«

Graham: »Dies ist die Hölle.«

Kavanaugh: »Dies, dies ist …«

Graham [unterbricht]: »Dies wird die Möglichkeit für gute Leute hervorzutreten zerstören!, wegen dieses Mists [O-Ton: “because of this crap“]. [wendet sich an die Demokraten] Ihr High School-Jahresbuch …

[an Kavanaugh] Sie haben Ihr ganzes Leben mit professionellen Frauen interagiert, nicht eine Anschuldigung! Sie sollen als Junior und Senior in der High School angeblich Bill Cosby gewesen sein und ganz plötzlich haben Sie das hinter sich gelassen. Meinem Verständnis nach, wenn Sie Frauen unter Drogen setzen und sie zwei Jahre lang in der High School vergewaltigen, dann werden Sie wahrscheinlich nicht damit aufhören.

Ich verstehe das so: Wenn Sie ein gutes Leben gelebt haben, dann würden die Menschen das anerkennen, wie die American Bar Administration (ABA) es [vor dem Senatsausschuss] getan hat:

“Seine Integrität ist absolut unbestritten, er ist die Umsicht in Person in seinem persönlichen Benehmen (Auftreten), hegt keinerlei Parteilichkeit oder Voreingenommenheit, er ist vollständig ethisch, ist eine wirklich anständige Person, ist warmherzig, freundlich, unaufdringlich, er ist die netteste Person …“

Und eine Sache möchten ich Ihnen [zeigt auf Kavanaugh] sagen, auf die Sie stolz sein sollten: dass Sie eine Tochter aufgezogen haben, welche den guten Charakter hatte, für Dr. Ford zu beten.

An meine republikanischen Kollegen:

Wenn Sie mit “Nein“ votieren, dann legitimieren Sie das Abscheulichste, was ich in meiner Zeit in der Politik je erlebt habe. [an die Demokraten] Sie wollen diesen Sitz? Ich hoffe, Sie werden ihn niemals bekommen. [an Kavanaugh] Ich hoffe, Sie kommen in den Obersten Gerichtshof, das ist genau, wo Sie sein sollten.

Und ich hoffe, dass das amerikanische Volk diese Scharade durchschaut!

Und ich wünsche Ihnen alles Gute und beabsichtige für Sie zu stimmen und hoffe, dass jeder es tut, der einen Sinn für Gerechtigkeit hat.«


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