--Wir-- können überhaupt nichts tun ...

Geschrieben von NST am 23.10.2018 10:15:00:

Ich habe drei Ingenieure und suche seit sechs Jahren Arbeit. Finde aber keine. Jedem hergelaufenen Kanaken werden bessere Möglichkeiten geboten ...

Hallo

.... du kannst schon etwas tun. Wenn du nicht gerade Gender studiert hast ...... würde ich folgendes tun, solange du nicht älter als 50 Jahre bist.

Geh auf die Wanderschaft, früher musste das jeder Geselle. Sich selbst organisieren, nicht warten bis jemand einem einen Arbeitsplatz anbietet. Dort bist du immer nur abhängig beschäftigt ..... das bringt auf lange Sicht gar nichts - ausser wertlosen Rentenpunkten. Mir ist so etwas absolut schleierhaft, wie man als Ingenieur keine Arbeit findet.

Sei einfach kreativ und fälsche deine Unterlagen. Geht nicht, hab ich immer so gemacht. Mit Berufserfahrung Null - nach einer Umschulung zum Elektromechaniker - fing ich als Schichtelektriker im 3 Schichtbetrieb an, niemand hat bemerkt, dass ich ein absoluter Anfänger war. Dort hatte ich mit unzähligen Überstunden in 4 Jahren 100 K DM gespart, dann gekündigt und meinen 1. Start in Thailand unternommen. Dort musste ich Lehrgeld bezahlen, wieder zurück nach D - angefangen in einer kleinen Klitsche .... mit gesetzlichem Mindesturlaub und unzähligen Überstunden ohne Zuschläge.

Dann wieder mit frisierten Unterlagen bei einem Weltkonzern in der Schweiz beworben, die nahmen mich mit Handkuss. Das wichtigste war, dass ich dort Überstunden ohne Limit bereit war zu leisten. Dort hab ich mehr verdient als die Diplomingenieure in D - meine Arbeit war im Prinzip die selbe, auf den Baustellen weltweit. Dort hatte ich auch alles verdient um einen neuen Anlauf in TH zu starten. Heute schaue ich auf einer Kautschukplantage zu, wie die Bäume wachsen.

Es gibt mindestens 2 Möglichkeiten für dich, mach was aus deinem Leben oder schreibe dir die Finger wund, wie D den Bach runter geht. Im letzteren Fall gehst du mit unter. Jeder der dort untergeht, hat das aus meiner Sicht, sich auch redlich verdient. Wie das bei mir weitergeht, das weiss ich auch nicht wirklich, jeder Tag könnte der letzte sein, denn hier hilft mir kein Staat und kein Hartz 4. Unterm Strich hat sich aber alles längst gelohnt, die letzten 8 Jahre war ich ein Mensch, ohne Chef und Hamsterrad. Bei aller verbleibenden Ungewissheit, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass meine Restleben in vergleichbaren Bahnen weiter läuft.
Gruss

Oft ist das Denken schwer, indes das Schreiben geht ohne es.
Wilhelm Busch
http://los.bplaced.net/ Fast 100 Jahre alt das Problem und immer noch nicht gelöst ....https://www.youtube.com/watch?v=2flpdqGfAsw


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