Aktien (an sich) sind nicht das Problem ..

Geschrieben von Beobachter-II am 20.12.2018 13:55:17:

> Sorry, aber seit wann zählen Casinos und Spielhallen zu den "Ausbeutungsinstrumenten"?

Es ist die Aktie als solche gemeint. Den Gewinn des Unternehmens, den die Aktionäre über die Dividende anteilsmäßig kassieren, haben andere erarbeitet. Er ist das Ergebnis der gemeinsamen harten Arbeit aller im Betrieb Tätigen, vom Leiter bis zum Hilfsarbeiter. Die Aktionäre haben dazu nicht das Geringste geleistet, ...

Das stimmt ganz und gar nicht: Sie haben nichts geringeres als die kompletten Produktionsmittel zur Verfügung gestellt bzw. finanziert. Und wo haben sie diese Mittel her? Sicher am Straßenrand gepflügt ..?

ERGO: Die Ausgabe von Aktien (Kapitalbeteiligungen) ist an sich nicht das geringste Problem - sie dienen zunächst einer sinnvollen Kapitalbeschaffung. Anders sieht es schon beim sich anschließenden (weitgehend überflüssigen) Aktienhandel im Börsencasino aus. Hier müsste stärker reguliert bzw. steuerlich (= steuernd) abgeschöpft werden.

... abgesehen von ihrer Einzahlung, die man ihnen ja als Darlehen verzinsen könnte.

Ja, das könnte ein wichtiger Teil einer sinnvollen, jedoch etwas komplexeren Lösung sein (= Unternehmensreform, Reform des Betriebsverfassungsgesetzes) - so z.B. Kapitallohn statt Arbeitslohn. Hierfür müssen konkrete (gesetzliche) Lösungen entwickelt werden.

Aufgrund eines abstrakten Eigentumsrechts lassen sie gleichsam andere für sich den Gewinn erarbeiten. Und diese „Arbeitssklaven“ werden mit einem als „Personalkosten“ so niedrig wie möglich gehaltenen Lohn für den Verkauf ihrer Arbeitskraft abgespeist. Aktiengesellschaften sind verpflichtet, ihre Unternehmensstrategie ganz auf den Gewinn ihrer Eigentümer, der Aktionäre, auszurichten.

Hier kommst Du dem echten Problem schon deutlich näher. Das hat aber (fast) nichts mit den Börsencasinos oder mit den Banken zu tun. Hinzu kommt der unbegrenzte private Landbesitz, Bodenspekulation, Ausbeutung und Zerstörung der Rohstoffe, Flora & Fauna etc.. Auf diese Dinge muss fokusiert werden - sonst wird alles nichts. Da hilft kein Freigeld, Vollgeld oder Regiogeld, nicht im geringsten.

Die eigentlichen Grundprobleme habe ich genannt. Alles andere, einschließlich der korrupten Politik (Zweckentfremdung der Staatsmacht), ergibt sich daraus. Die absurde Einkommens- und Vermögensungleichheit, sowie die Angst und Ohnmacht der Lohnsklaven, wurde und wird in allen! heutigen Unternehmen generiert, egal ob AG, GmbH, OHG, GbR oder was auch immer - seit vielen Jahrhunderten.
Und das wird durch gekaufte Politik bzw. Gesetzgebung endlos aufrecht erhalten - solange es die Mehrheit der Menschen tolerieren wird. Und auch für diese "Toleranz" wird mit allen Mitteln gesorgt. Das wird für die Allermeisten wieder einmal sehr unangenehme Folgen haben.

Das funktioniert so: Ich finanziere deine politische Karriere und Machterhaltung, und du sorgst dafür, dass mein Vermögen und meine Privilegien nicht angetastet werden.
Hiermit habe ich das heutige System fast schon vollständig beschrieben .. und auch angedeutet, was zu tun ist.

Mit Gruß, Beo2
______________________________________

* Kapital'Ismus = Kapitalrendite'Ismus = "Kapitalrendite_ist_der_Sinn_&_Zweck_von_Wirtschaft_und_Arbeit"-Ismus
* -ismus/-istisch = bezogen auf, orientiert am, bestimmt/kontrolliert durch, dienlich/verpflichtet dem, Primat/Diktat des ...


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