Nein, kein Betrug, sondern ein Platz zum Zocken (Casino).

Geschrieben von Beobachter-II am 20.12.2018 22:58:20:

"Ein ehemaliger Physikprofessor und Wall-Street-Quant glaubt, dass der gesamte Aktienmarkt jeden Tag auf gigantische Weise manipuliert wird. Wie die Insider seit 25 Jahren angeblich Billionenerträge erwirtschaften, erklärt dieser Artikel."

Klar werden die Börsen-/Aktienkurse manipuliert, nämlich durch verdeckte Insidergeschäfte, bewusst gestreute Fehlinformationen sowie durch sorgfältig geplante "überraschende" Großkäufe und Großverkäufe. Das Ziel ist immer dasselbe: die zahllosen kleinen und ahnungslosen Mitzocker bis auf die Unterhose auszunehmen - und das funktioniert perfekt. Die Börse ist ein großer Staubsauger für bergeweise herumliegendes Spielgeld: Nur wenige saugen es ab, die meisten verlieren, gleich oder später - und alle haben ihren Spaß. Die Aktien u.ä. sind nur die Jetons.
Wer etwas anderes glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Es geschieht ihm nur recht. Das alles hat mit der Realwirtschaft so gut wie nichts zu tun.
Was allerdings daran so gefährlich ist, ist folgendes: Alle Banken zocken mit - mit den Geld- bzw. Guthaben ihrer Kunden natürlich ..!

Das bedeutet allerdings nicht, dass Aktien als solche etwas schlechtes oder überflüssig wären. Die Erstemission eines Unternehmens (AG) ist wichtig - sie spült Cash in das EK des emittierenden Unternehmens. Was danach mit den Aktien geschieht und wer sie wann oder am Ende besitzt, braucht das Unternehmen nicht im geringsten zu jucken - es braucht sie weder zurück zu kaufen noch auszuzahlen, niemals.
Der fundamentale Wert einer Aktie besteht dem Sinn nach in den jährlichen Dividenden - nicht für das bezogene Unternehmen, sondern für die Aktienhalter. Die Börsengewinne sind nur zusätzliche Spiel- bzw. Wettgewinne der Zocker, und zugleich Spiel-/Wettverluste anderer Zocker natürlich. Und ganz gewiss: die Betreiber der Aktienbörse (Casino) gewinnen selbstverständlich immer - sie kassieren bei jedem Transfer eine Provision.

Nochmals: Die Aktienbörsen sind Spielcasinos und nutzen den bezogenen Unternehmen praktisch gar nicht. In früheren Zeiten wurden physisch gedruckte Aktien vermittels der Hausbanken der emittierenden Unternehmen an beliebige Bankkunden vertrieben, im Auftrag und gegen Provision seitens des Kundenunternehmens.
Die Börsenlegende Andre Kostolany z.B. hielt grundsätzlich die gleichen, sorgfältig ausgesuchten Aktien jahrelang - und fuhr sehr gut damit. Die jährlichen Dividenden finanzierten ihm ein sehr schönes, langes und gesundes Leben. Nur ab und zu verkaufte er etwas und kaufte anderes dazu. Das so investierte Geld bekam er über die Jahre mehr als hundertfach zurück - mehr interessierte ihn nicht .. und die bezogene Aktiengesellschaft auch nicht. Er brauchte sein Aktiendepot praktisch gar nicht anzufassen - es warf auch so jedes Jahr genug Geld ab.

Mit Gruß, Beo2


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