Aktienemission (Kapitalisierung) versus Aktienhandel (Börsenzockerei) ..

Geschrieben von Beobachter-II am 21.12.2018 15:11:40:

Die Aktie erzegt Ausbeutung.

Das halte ich für Unsinn. Die Aktie als solche ist eine sinnvolle Art der Unternehmensbeteiligung (Investition), in jeder Form der (sozialen) Marktwirtschaft wohlgemerkt.
Du musst unterscheiden zwischen der Aktienemission zwecks U.kapitalisierung und dem sich daran anschließenden Aktienhandel (Börsenzockerei). Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Unternehmen brauchen die Aktienbörsen (Aktienhhandel) überhaupt nicht. In früheren Zeiten haben sie ihre Aktienemission via die eigene Hausbank an die Bankkunden und Kunden anderer Banken veräußert. Nun hatten sie ihre Aktionäre und das Kapital - und mehr brauchten sie nicht.

Das Unternehmen ist dem Aktienkurs verpflichtet.

Nein, das Unternehmen "schuldet" den Aktionären Dividendenzahlungen (Kapitallohn), sonst gar nichts. Das ist der eigentliche Sinn & Zweck jeder Aktie, die jährliche Rendite. Und das hat gar nichts mit dem Aktienhandel zu tun, sondern etwas mit den tatsächlichen Gewinnen des U..

Um eine bestmögliche Rendite zu erwirtschaften wird die Belegschaft ausgebeutet. Alles was für die Belegschaft gut ist, schadet der Rendite.

Ja, Dividendenzahlungen müssen real erwirtschaftet werden, vom U. selbst natürlich - und das hat nichts mit dem Aktienhandel zu tun.

Was macht denn wohl eine AG, wenn die Kurse mies sind und die Investmentbanken und Anleger maulen, weil die Rendite nicht paßt? Sie wird mit Sicherheit nicht die Löhne der Belegschaft erhöhen und eine 30 Stundenwoche einführen.

Die Löhne der Belegschaft richten sich nach den tatsächlichen Erträgen und Kosten der Unternehmen sowie an der "Macht und Mitbestimmung der Belegschaft" in einem U.. Auch dies hat nichts mit dem Aktienhandel zu tun.

Gruß


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