Ja , die Psychologie selbst muss theapiert werden!

Geschrieben von mitnick am 03.01.2019 18:12:01:


Die Antikapitalisten bezeichnen den modernen Menschen als Charaktermaske. Eine Chraktermaske hat sich vom ursprünglichen Selbst entfernt und ist das Spiegelbild ökonomischer Verhältnisse.
Auch wird der moderne Mensch als Vergesellschaftet bezeichnet. Als jemand, der Teil vom System geworden ist und dafür Großteile seiner Individualität und Bedürfnisse aufgegeben hat, oder nie entwickelte.

Die moderne Psychologie ist ja nur Teil der postindustriellen Vergesellschaftung und will den Menschen, ähnlich wie bei Produktionsprozessen und Maschinen, normieren.


Das ist sehr treffend und kurz formuliert!


Beim beschäftigen mit der Psychologie stehen mir oft die Haare zuberge. Auch hier sehe ich zuhaufen die Spaltungs- und Vorurteilsmechanismen in den Leerbüchern!
Auch On mass findet man Widersprüche die sich, meiner Meinung nach, ebenfalls oft aus der gewollten Spalterei ergeben.
So steckt die Psychologie letztlich anscheinend auch in einer großen Blase!

Ist die Psychologie so verfälscht worden das man sich in ihr nie ernsthaft als einen Teil der anderen wahrnimmt sondern nur als,
wie man andere wahrnimmt oder wahrgenommen wird? Wechselwirkungen gar ein blinder Fleckt? Immer nur eine Sicht winkel?

Ein Psychiater selbst sieht sich anscheinend meist als jemand vom Patienten getrennt an.
Ein Psychiater scheint meist davon auszugehen selbst gesund zu sein und redet nie von sich selber. Er müsste doch selbst den betreffenden Fehler gehabt haben um zu verstehen?
Wenn es um die Psyche geht glaube ich ohne hin nicht an eine Kategorie wie "gesund". Ich glaube es gibt nur Zustände. Da müsste der Zustand des Psychiaters, nach gängigem vorgehen, ebenfalls eine Rolle spielen.

In der Regel wird einem Patient solang eine Trennung eingeredet, bis er zu einem Punkt gelangt, an dem er seinen Gefühlen und Wahrnehmungen so dermaßen misstraut, das er sie als völlig falsch wahrnimmt und damit einer Umerziehung zustimmt.
Das ist aber kein Heilungsprinzip sondern eine Manipulation mit dem Ziel wie geheilt auszusehen. Oder etwa nicht?

Ein "Gesundungsprozess", oder eben ein stabiler Zustand, wäre jedoch erfolgreicher, wenn ein Patient eben nicht in eine Kaserne der Umerziehung gesperrt wird, sondern in dem ein Psychiater sich in das Leben eines Patienten hinein begibt!

Im Grund müsste ein Psychiater kurzzeitig ein Teil der Familie, von Freunden und von Bekannten werden, um tief zu verstehen.
So das eine zeitnahe Hilfe möglich wird. Ein Patient kommt schließlich wenn er Probleme hat und will nicht als geheilt gelten wenn der Psychiater genug verdient hat oder die Kasse nicht mehr zahlt. Aber dafür sehe ich das die Ausbildung zu mechanistisch ausbildet und die Aus-gebildeten nach der Aus-bildung letztlich zu uninteressiert an ihren Patienten sind. (manchmal reden sie sogar von Subjekten!)

Auch die Veränderung und Bearbeitung eines Zustandes müsste anders aussehen.
Die Verkettungen der einzelnen inneren Ebenen dürften nicht nur einfach für den Psychiater sichtbar werden, sondern viel wichtiger für den Patienten selbst!
Er selbst muss schließlich lernen zu löschen und zu lösen!
Nicht der Psychiater.
Der soll eine Selbstbehandlung ermöglichen und nicht behandeln!

Letztlich hätte das zur Folge das das Eigenvertrauen erhalten bleiben und Selbstheilungskräfte aufgebaut welches zusammen ein eigenes Rückbesinnen ermöglicht um anschließend sich selbst weiter zubehandeln.
Dies aus eigener Kraft und in eigenem Umfeld.
Nur so macht das Sinn!

Übrigens sichtbar wird das verschobene Verhältnis,
wenn man Psychiater in einer anderen Rollen, der Patient ein Freund ist, das gleich nochmal tun lässt, das ganze aufzeichnet und ihm dies dann vorspielt wird..
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Sigmund Freu(n)d ein uns verarschender Name? - ich glaub es langsam! ;)


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